Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Beschäftigung – Beschäftigungsniveau steigern

Indikator 8.5.a, b: Erwerbstätigenquote

SDG-8.5.2

a) Insgesamt (20-64 Jahre) Weathersymbol

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2019 aus dem Indikatorenbericht 2021)

b) Ältere (60-64 Jahre) Weathersymbol

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2019 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Die Indikatoren geben die Anteile der Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren (8.5.a) und im Alter zwischen 60 und 64 Jahren (8.5.b) jeweils gemessen an der Gesamtbevölkerung derselben Altersklasse an.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Aufgrund des demografischen Wandels kann es langfristig zu einem Mangel an Fachkräften in Deutschland kommen. Gleichzeitig droht eine zunehmende Unterfinanzierung der sozialen Sicherungssysteme. Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial ist daher künftig besser auszuschöpfen. Die Erwerbstätigenquote, das heißt der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20- bis 64-Jährige), soll bis zum Jahr 2030 auf 78 % erhöht werden. Außerdem ist es das Ziel der Bundesregierung, dass bis 2030 die Erwerbstätigenquote der Älteren (60- bis 64-Jährige) 60 % beträgt.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2021-03-01: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-03-09: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Datenquelle der Indikatoren ist die EU-Arbeitskräfteerhebung, die in Deutschland in den Mikrozensus integriert ist. Die Arbeitskräfteerhebung findet unterjährig statt und wird von der europäischen Statistikbehörde Eurostat zunächst zu Quartalsergebnissen zusammengefasst und anschließend zu Jahresdurchschnittswerten verdichtet. Sie deckt die in privaten Haushalten lebende Bevölkerung ab, schließt jedoch Personen in Gemeinschaftsunterkünften aus. Die im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung betrachtete erwerbstätige Bevölkerung besteht aus Personen ab 15 Jahren, die während der Referenzwoche mindestens eine Stunde eine Tätigkeit gegen Entgelt ausgeübt haben oder als unbezahlt mithelfender Familienangehöriger tätig waren. Eingeschlossen sind auch Personen, die nur vorübergehend nicht gearbeitet haben, weil sie zum Beispiel wegen Urlaub oder Krankheit abwesend waren.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass seit dem Berichtsjahr 2005 für die Erwerbstätigenquoten Jahresdurchschnittsergebnisse verwendet werden. In den Jahren davor basierten die Berechnungen auf einer festen Berichtswoche pro Jahr. Ab 2011 erfolgten eine Neugestaltung der Frageführung zur besseren Erfassung der Erwerbstätigkeit sowie die Anpassung des Hochrechnungsfaktors anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011. Die Auswahlgrundlage der Stichprobe wurde ab Berichtsjahr 2016 auf Basis des Zensus 2011 aktualisiert.

Die Erwerbstätigenquote insgesamt (20- bis 64-Jährige) stieg von 68,7 % im Jahr 2000 um 11,9 Prozentpunkte auf 80,6 % im Jahr 2019, sodass der Zielwert von 78,0 % für 2030 bereits jetzt erreicht ist.

Die Erwerbstätigenquote bei den Älteren (60- bis 64-Jährige) nahm von 19,6 % im Jahr 2000 um 42,2 Prozentpunkte auf 61,8 % im Jahr 2019 zu. Die Quote der Männer in dieser Altersgruppe hatte sich dabei um 39,4 Prozentpunkte auf 66,6 % mehr als verdoppelt. Die Quote der Frauen verfünffachte sich sogar fast auf 57,1 %. Damit wurde der angestrebte Anteil von 60 % bei Älteren ebenfalls vor der in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gesetzten Frist erreicht.

Die Erwerbstätigenquoten von Frauen und Männern insgesamt entwickelten sich seit 2000 in dieselbe Richtung, jedoch in unterschiedlichem Umfang. Die Quote stieg bei den 20- bis 64-jährigen Männern im betrachteten Zeitraum um 8,1 Prozentpunkte auf 84,6 %, bei den Frauen dagegen um 15,9 Prozentpunkte auf 76,6 % und damit deutlich stärker, aber auch von einem niedrigeren Niveau aus. Bei einer Bewertung des Anstiegs der Erwerbstätigenquote der Frauen ist zu berücksichtigen, dass die Erhöhung der Quote mit einer Zunahme der Teilzeitbeschäftigung einherging. Im Jahr 2000 waren 61,5 % der Frauen in Vollzeit und 38,5 % in Teilzeit tätig. Im Jahr 2019 lagen die Anteile bei 52,9 % in Vollzeit und 47,1 % in Teilzeit. Im Vergleich reduzierte sich der Anteil der Männer, die in Vollzeit tätig sind, von 95,7 % (2000) auf 90,5 % (2019).

Bei einer Differenzierung der Erwerbstätigenquote nach Altersgruppen zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Bei der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen erhöhte sich die Quote von 2000 bis 2019 um 2,5 Prozentpunkte auf 67,3 %. Das gegenüber den 25- bis 59-Jährigen niedrigere Niveau hängt auch mit den durchschnittlichen Ausbildungszeiten in Schule und Universität zusammen, wodurch sich der Eintritt in das Berufsleben verschiebt. Bei den 25- bis 59-Jährigen ist hingegen ein Anstieg der Erwerbstätigenquote auf 84,8 % (+8,6 Prozentpunkte im Vergleich zu 2000) bis zum Jahr 2019 zu beobachten.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Zeitreihe 1

Indikator

8.5.a Erwerbstätigenquote insgesamt (20 bis 64 Jahre)

Ziel

Erhöhung auf 78 % bis 2030

Jahr

2016

2017

2018

2019

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

Zeitreihe 2

Indikator

8.5.b Erwerbstätigenquote Ältere (60 bis 64 Jahre)

Ziel

Erhöhung auf 60 % bis 2030

Jahr

2016

2017

2018

2019

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

Datenquelle 1

 Statistisches Bundesamt (Destatis)

Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Datenquelle Erwerbstätigkeit in neuem Fenster öffnen

Datenquelle 2

 Eurostat

Organisation

Eurostat

Datenquelle Bevölkerung in neuem Fenster öffnen