Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Beschäftigung - Beschäftigungsniveau steigern

Indikator 8.5.a, b: Erwerbs­tätigen­quote

Zum Indikator 8.5.a, b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-8.5.2

a) Insgesamt (20 - 64 Jahre) Sonne

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

b) Ältere (60 - 64 Jahre) Sonne

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die Indikatoren geben die Anteile der Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren (8.5.a) und im Alter zwischen 60 und 64 Jahren (8.5.b) jeweils gemessen an der Gesamtbevölkerung derselben Altersklasse an.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Aufgrund des demografischen Wandels kann es langfristig zu einem Mangel an Fachkräften in Deutschland kommen. Gleichzeitig droht eine zunehmende Unterfinanzierung der sozialen Sicherungssysteme. Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial ist daher künftig besser auszuschöpfen. Die Erwerbs­tätigen­quote, das heißt der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20- bis 64-Jährige), soll bis zum Jahr 2030 auf 78 % erhöht werden. Außerdem ist es das Ziel der Bundesregierung, dass bis 2030 die Erwerbs­tätigen­quote der Älteren (60- bis 64-Jährige) 60 % beträgt.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Datenquelle der Indikatoren ist die EU-Arbeitskräfteerhebung, die in Deutschland in den Mikrozensus integriert ist. Die Arbeitskräfteerhebung findet unterjährig statt und wird von der europäischen Statistikbehörde Eurostat zunächst zu Quartalsergebnissen zusammengefasst und anschließend zu Jahresdurchschnittswerten verdichtet. Sie deckt die in privaten Haushalten lebende Bevölkerung ab, schließt jedoch Personen in Gemeinschaftsunterkünften aus. Die im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung betrachtete erwerbstätige Bevölkerung besteht aus Personen ab 15 Jahren, die während der Referenzwoche mindestens eine Stunde eine Tätigkeit gegen Entgelt ausgeübt haben oder als unbezahlt mithelfende Familienangehörige tätig waren. Eingeschlossen sind auch Personen, die nur vorübergehend nicht gearbeitet haben, weil sie zum Beispiel wegen Urlaub oder Krankheit abwesend waren.

Seit dem Berichtsjahr 2005 werden für die Erwerbstätigenquoten Jahresdurchschnittsergebnisse verwendet. In den Jahren davor basierten die Berechnungen auf einer festen Berichtswoche pro Jahr. Ab 2011 erfolgten eine Neugestaltung der Frageführung zur besseren Erfassung der Erwerbstätigkeit sowie die Anpassung des Hochrechnungsfaktors anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011. Die Auswahlgrundlage der Stichprobe wurde ab Berichtsjahr 2016 auf Basis des Zensus 2011 aktualisiert. Durch die methodischen Änderungen sind die Ergebnisse im Zeitablauf nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Erwerbstätigenquote insgesamt (20- bis 64-Jährige) stieg von 68,7 % im Jahr 2000 um 10,5 Prozentpunkte auf 79,2 % im Jahr 2017, sodass der Zielwert von 78,0 % für 2030 bereits jetzt erreicht ist.

Die Erwerbstätigenquote bei den Älteren (60- bis 64-Jährige) nahm von 19,6 % im Jahr 2000 um 38,8 Prozentpunkte auf 58,4 % im Jahr 2017 zu. Die Quote der Männer in dieser Altersgruppe hatte sich dabei um 36,5 Prozentpunkte auf 63,7 % mehr als verdoppelt. Die Quote der Frauen vervierfachte sich sogar um 41,2 Prozentpunkte auf 53,3 %. Bei einer Fortsetzung der durchschnittlichen jährlichen Entwicklung kann das Ziel von 60 % im Jahr 2030 erreicht werden.

Die Erwerbstätigenquoten von Frauen und Männern insgesamt entwickelten sich seit 2000 in dieselbe Richtung, jedoch in unterschiedlichem Umfang. Die Quote stieg bei den 20- bis 64-jährigen Männern im betrachteten Zeitraum um 6,6 Prozentpunkte auf 83,1 %, bei den Frauen dagegen um 14,5 Prozentpunkte auf 75,2 % und damit deutlich stärker, aber auch von einem niedrigeren Niveau aus. Bei einer Bewertung des Anstiegs der Erwerbstätigenquote der Frauen ist zu berücksichtigen, dass die Erhöhung der Quote mit einer deutlichen Zunahme der Teilzeitbeschäftigung (+ 2,8 Millionen) einherging, während die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen nur um 0,45 Millionen stieg.

Bei einer Differenzierung der Erwerbstätigenquote nach Altersgruppen zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Bei der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen verminderte sich die Quote von 2000 bis 2017 um 0,2 Prozentpunkte auf 64,6 %. Das gegenüber den 25- bis 59-Jährigen niedrigere Niveau hängt auch mit den durchschnittlichen Ausbildungszeiten in Schule und Universität zusammen, wodurch sich der Eintritt in das Berufsleben verschiebt. Bei den 25- bis 59-Jährigen ist hingegen ein Anstieg der Erwerbstätigenquote auf 83,6 % (+ 7,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2000) bis zum Jahr 2017 zu beobachten.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

8.5.a - Erwerbstätigenquote insgesamt (20 - 64 Jahre)

Ziel

Erhöhung auf 78 % bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

8.5.b - Erwerbstätigenquote Ältere (60 - 64 Jahre)

Ziel

Erhöhung auf 60 % bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

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