Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern

Indikator 4.1.a: Frühe Schul­abgäng­erinnen und Schulabgänger

Zum Indikator 4.1.a in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator gibt den Anteil derjenigen 18- bis 24-Jährigen an allen Personen derselben Altersgruppe an, die gegenwärtig keine Schule oder Hochschule besuchen, sich an keiner Weiter­bildungs­maß­nahme beteiligen und über keinen Abschluss des Sekundarbereichs II (Hochschulreife bzw. abgeschlossene Berufsausbildung) verfügen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Das staatliche Bildungssystem und das duale System der Berufsausbildung sind die Eckpfeiler einer zukunftsorientierten Qualifikation für junge Menschen in Deutschland. Fehlende Schul- und Berufsabschlüsse bedeuten ein Armutsrisiko und eine Belastung der Sozialsysteme. In Anpassung an die Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union hat die Bundesregierung deshalb als Ziel für 2020 vorgegeben, den Anteil der frühen Schul­abgäng­erinnen bzw. -abgänger an allen Personen derselben Altersgruppe unter 10 % zu senken.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Hinter dem Begriff „frühe Schulabgängerinnen und -abgänger“ verbergen sich nicht die jungen „Überfliegerinnen und Überflieger“, die vor Ende der Regelschulzeit einen Schulabschluss erlangen. Auch ist der Begriff nicht mit Schulabbrecherinnen bzw. -abbrechern zu verwechseln. Vielmehr handelt es sich um Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die weder über eine Hochschulzugangsberechtigung wie Abitur oder die Fachhochschulreife noch über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und die auch nicht an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Das bedeutet, dass auch junge Menschen, die beispielsweise die Haupt- oder die Realschule erfolgreich abgeschlossen haben, sich aber nicht mehr im Bildungsprozess befinden, als frühe Schulabgängerinnen bzw. -abgänger gezählt werden. Zudem lässt sich aus dem Indikator nicht ableiten, wann und welche Art von Bildungseinrichtung sie zuletzt besucht haben.

Die Angaben stammen aus dem Mikrozensus, dessen jährliche Stichprobenerhebung 1 % der Bevölkerung umfasst. Ergänzende Informationen bietet die jährliche Schulstatistik, eine koordinierte Länderstatistik, die ebenfalls vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird.

Im Jahr 2017 lag der Wert des Indikators nach vorläufigen Ergebnissen bei 10,1 %, das heißt, es gab insgesamt 614 000 junge Menschen ohne Abschluss des Sekundarbereichs II, die sich nicht oder nicht mehr in (Aus-)Bildung oder Weiterbildung befanden. Aktuell ist das für 2020 anvisierte Ziel noch nicht erreicht.

Die geschlechtsspezifischen Quoten für den Indikator wichen zwischen 1999 und 2005 unterschiedlichstark und in unterschiedliche Richtungen vom Gesamtwert ab. Seit 2006 gab es unter den Frauen jeweils weniger frühe Schulabgängerinnen ohne Abschluss als frühe Schulabgänger unter den Männern. So lag der Wert für Frauen im Jahr 2017 bei 9,0 % und für Männer bei 11,1 %.

Laut Schulstatistik haben 2017 insgesamt rund 52 685 junge Menschen (6,6 % der gleichaltrigen Wohnbevölkerung) die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen. Dies entspricht im Vergleich zu 1999 einem Rückgang um etwas mehr als ein Drittel. Auch hier ist der Anteil bei jungen Frauen nach wie vor deutlich geringer (4,8 %) als bei jungen Männern (8,6 %).

Unter den Schulabgängerinnen und Schulabgängern mit Abschlusszeugnis erreichten 16,9 % (134 389) der gleichaltrigen Wohnbevölkerung einen Hauptschulabschluss, 44,8 % (356 812) einen mittleren Abschluss, 32,5 % (287 298) die allgemeine Hochschulreife und 0,1 % (628) die Fachhochschulreife – alle Daten für 2017. Im Zeitverlauf seit 1999 zeigen sich bei zwei Abschlussarten besonders starke Veränderungen. So nahm der Anteil der Personen mit Hauptschulabschluss um 9,2 Prozentpunkte ab, während der Anteil der Personen mit allgemeiner Hochschulreife um 7,8 Prozentpunkte anstieg (jeweils bezogen auf die gleichaltrige Bevölkerung).

Zu diesem Kontext passt auch Indikator 10.1 „Ausländische Schulabsolventinnen und Schulabsolventen“.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

4.1.a - Frühe Schulabgängerinnen und Schulabgänger

Ziel

Verringerung des Anteils auf unter 10 % bis 2020

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

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Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Datenquelle
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