Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Innovation – Zukunft mit neuen Lösungen nachhaltig gestalten

Indikator 9.1.b: Breitbandausbau

SDG-17.6.1

Auswahl

Wählen Sie hier aus, was in der Grafik bzw. Tabelle angezeigt werden soll.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator zeigt die Entwicklung der technisch verlegten Breitbandverfügbarkeit bei den Haushalten in Deutschland für Gigabitanschlüsse (≥ 1000 Mbit/s) über reine Glasfasernetze (FTTB/H), Kabelfernsehen (CATV) und alle leitungsgebundenen Technologien.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der flächendeckende Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025 ist ein wesentliches Ziel der Bundesregierung. Neben der Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sollen über den Ausbau der Breitbandverfügbarkeit mit Gigabit-Geschwindigkeit gleichwertige Lebensbedingungen in Deutschland ermöglicht werden. Für die Erreichung dieser Ziele sollen neben dem vorwiegend privatwirtschaftlich erfolgenden Ausbau auch staatliche Fördermaßnahmen den Ausbau in unwirtschaftlichen Gebieten unterstützen.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2021-07-13: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-07-02: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Der Indikator erfasst die Breitbandverfügbarkeit bei Haushalten in Deutschland für eine Geschwindigkeit von mindestens 1 000 Mbit/s (1 Gigabit/s) im Downstream über die leitungsgebundenen Technologien Glasfaser (FTTB/H) und Kabelfernsehen (CATV). Die Zahlen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhoben und im Breitbandatlas des Bundes veröffentlicht.

Mit Stand Mitte 2020 sind Glasfaseranschlüsse (FTTB/H) mit einer Leistung von über 1 000 Mbit/s in 13,8 % der Haushalte in Deutschland verfügbar. Zwischen den Jahren 2015 bis 2020 ist die Breitbandverfügbarkeit für 1 000 Mbit/s für FTTB/H um 7,1 Prozentpunkte gestiegen. Damit hat sich die Verfügbarkeit mehr als verdoppelt (+105,9 %). Im Zeitraum Ende 2018 bis Mitte 2020 hat sich der Anteil der Haushalte mit den entsprechenden Anschlüssen über CATV von 23,7 % auf 50,2 % entwickelt. Dies ist ebenfalls mehr als eine Verdopplung der Verfügbarkeit (+111,8 %). Damit stehen Mitte 2020 gigabitfähige Anschlüsse für insgesamt 55,9 % der Haushalte zur Verfügung.

Dabei ist eine unterschiedliche Verfügbarkeit in der Fläche zu erkennen. Die Breitbandverfügbarkeit im Gigabit-Bereich über alle Technologien konzentriert sich besonders auf städtische Gebiete. Dort haben im Jahr 2020 74,6 % der Haushalte einen Gigabitanschluss. In ländlich geprägten Gebieten ist der Anteil mit 16,7 % im Jahr 2020 deutlich geringer. Wird dabei die Verteilung der Technologie betrachtet, haben Mitte 2020 70,7 % der Haushalte in städtischen und 7,8 % der Haushalte in ländlichen Gebieten einen Gigabitanschluss über CATV. Ein Gigabitanschluss über Glasfaser steht 17,6 % der Haushalte in städtischen und 8,9 % in ländlichen Räumen zur Verfügung. Damit haben Haushalte in ländlichen Gebieten einen Gigabitanschluss überwiegend über Glasfaser, während städtische Gebiete eher über CATV versorgt werden.

Eine unterschiedliche Verfügbarkeit zwischen städtischen und ländlicheren Gebieten zeigt sich ebenfalls bei den Bundesländern. Den höchsten Anteil von Haushalten mit Gigabitanschlüssen über alle Technologien eines Flächenbundeslandes erreicht Schleswig-Holstein mit 74,0 % im Jahr 2020, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 62,0 %. Den geringsten Anteil von Haushalten mit Gigabitanschlüssen über alle Technologien eines Flächenbundeslandes erreicht Sachsen-Anhalt mit 12,0 % im Jahr 2020, nach Brandenburg mit 22,1 %. Im Vergleich liegt die Verfügbarkeit in den drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg deutlich über 90 %.

Bei der der Berechnung der Daten werden unterschiedliche Datenquellen verwendet. Neben dem digitalen Landschaftsmodell des BKG und Open Street Map werden mehr als 500 Telekommunikationsunternehmen (TKU) in Deutschland nach deren aktuellen Versorgungsdaten befragt. Diese Daten werden zur Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen der TKU auf Ebene von 250x250-Meter-Rasterzellen aggregiert und nach sieben Bandbreitenklassen gruppiert. Während dabei reine Glasfasernetze mit über 1 000 Mbit/s bereits seit Ende 2015 betrachtet werden, erfolgt eine detailliertere Betrachtung der Klasse aufgrund jüngster technischer Entwicklungen erst seit Ende 2018.

Methodisch ist zu beachten, dass die Daten zur Breitbandverfügbarkeit von den TKU aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen auf freiwilliger Basis bereitgestellt werden. Des Weiteren beziehen sich die angegebenen Verfügbarkeiten auf die verlegte Technik der TKU. Die tatsächlich nutzbare Breitbandverfügbarkeit vor Ort ist davon zu unterscheiden. Weiterführende Informationen zum Thema Breitbandmessung finden sich im Jahresbericht der Bundesnetzagentur.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

9.1.b Breitbandausbau – Anteil der Haushalte mit Zugang zu Gigabit-Breitbandversorgung

Ziel

Flächendeckender Aufbau von Gigabitnetzen bis 2025

Bewertung

Keine Bewertung möglich

 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi)

Organisation

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi)