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Indikator 9.1.a: Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung

SDG-9.5.1
(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2018 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator zeigt die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von Wirtschaft, Staat und Hochschulen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sind eine wichtige, wenn auch nicht die alleinige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft. Je höher die Ausgaben sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine dynamischere Entwicklung der Produktivität, ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Die Bundesregierung wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das politische Ziel zu erreichen, die privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung – eine wichtige Bestimmungsgröße für das Innovationstempo einer Volkswirtschaft – bis 2025 auf mindestens 3,5 %1 des Bruttoinlandsprodukts jährlich zu erhöhen.

1Anpassung des Zieljahres und -wertes von jährlich 3,0 % bis 2030 auf 3,5 % bis 2025 gemäß Koalitionsvertrag 2017.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Forschung und Entwicklung sind wissenschaftliche Tätigkeiten und werden definiert als schöpferische und systematische Arbeiten zur Erweiterung des Wissensstands – einschließlich des Wissens über die Menschheit, die Kultur und die Gesellschaft – und zur Entwicklung neuer Anwendungen auf Basis des vorhandenen Wissens. Um Forschung und Entwicklung gegenüber verwandten Tätigkeiten abzugrenzen, wird als Hauptkriterium geprüft, ob ein nennenswertes Element von Neuheit oder Weiterentwicklung vorhanden ist.

Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt wird jährlich vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung setzen sich aus den Ausgaben der Sektoren Staat (einschließlich private Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck), Hochschulen und Wirtschaft zusammen. Die Erhebungen und Berechnungen folgen den methodischen Empfehlungen des Frascati-Handbuchs der OECD zu Statistiken über Forschung und Entwicklung, wodurch die räumliche Vergleichbarkeit auch international sichergestellt ist.

Im Jahr 2018 lagen die gesamten FuE-Ausgaben in Deutschland bei 104,7 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von 3,1 % am Bruttoinlandsprodukt. Damit lag der Wert 0,4 Prozentpunkte unterhalb des bis 2025 gesetzten Zielwertes von jährlich mindestens 3,5 % des BIP. Das anvisierte Ziel wurde damit nicht erreicht.

Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Dabei ist eine stärkere Entwicklung des Indikators seit dem Jahr 2007 zu beobachten. Während der Anteil zwischen dem Jahr 2000 und 2007 um durchschnittlich 0,01 Prozentpunkte pro Jahr anstieg, wuchs dieser in dem Zeitraum 2007 bis 2018 um durchschnittlich 0,06 Prozentpunkte pro Jahr.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland vor den USA mit 2,8 % und der EU-28-Region mit 2,0 %. Einige Staaten wie zum Beispiel Schweden (3,3 %) oder Japan (3,3 %) liegen hingegen vor Deutschland.

Im Jahr 2018 entfiel der weitaus größte Teil der FuE-Ausgaben in Deutschland mit 68,9 % auf die Wirtschaft, 17,6 % stammte von den Hochschulen, weitere 13,5 % von staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck. Das Personal in Forschung und Entwicklung umfasste dabei rund 708 000 Vollzeitäquivalente, wobei jeweils nur der im Bereich Forschung und Entwicklung geleistete Anteil der Arbeitszeit berücksichtigt wird. Das Personal ist zu 63,7 % der Wirtschaft, zu 20,8 % den Hochschulen und zu 15,5 % den staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen ohne Erwerbszweck zuzurechnen.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

9.1.a Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Ziel

Jährlich mindestens 3,5 % des BIP bis 2025

Jahr

2015

2016

2017

2018

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

Datenquelle 2

 Stifterverband Wissenschaftsstatistik Essen

Organisation

Stifterverband Wissenschaftsstatistik Essen

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