Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Staatsverschuldung - Staatsfinanzen konsolidieren – Generationengerechtigkeit schaffen

Indikator 8.2.c: Schuldenstand

Zum Indikator 8.2.c in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung des Berichtsjahres 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator gibt den Schuldenstand des Staates in der Abgrenzung des Maastricht-Vertrags in Relation zum Brutto­inlands­produkt (BIP) in jeweiligen Preisen an. Damit dient der Indikator als Maßzahl der Staatsverschuldung.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Im Stabilitäts- und Wachstumspakt der Europäischen Union ist der Referenzwert für die maximale Schuldenstandsquote auf 60 % festgelegt. Dies ist auch die für diesen Bericht relevante nationale Zielwertobergrenze des Indikators.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Schulden des Staates werden von der Bundesbank gemäß Vorgaben des Maastricht-Vertrags zweimal jährlich basierend auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ermittelt. Das BIP in jeweiligen Preisen wird im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Statistischen Bundesamt berechnet und als vorläufiger Wert im Januar des Folgejahres veröffentlicht.

Die Schuldenstandsquote wird sowohl von der Situation der öffentlichen Haushalte als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Der Indikator setzt dabei die Bestandsgröße Schuldenstand ins Verhältnis zur Stromgröße Bruttoinlandsprodukt. Bei gleichbleibenden Schulden sinkt gemäß der Formel die Schuldenstandsquote daher umso schneller, je stärker das BIP wächst. Die Schuldenstandsquote fällt bei einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung sogar ohne Reduzierung der gesamten öffentlichen Schulden.

Weiterhin wird im Indikator die implizite Staatsverschuldung, also die zukünftig zugesicherten, jedoch noch nicht geleisteten Zahlungsverpflichtungen des Staates nicht einbezogen.

Die Schuldenstandsquote in Deutschland liegt seit 2003 über dem europaweit einheitlich vorgeschriebenen Wert. Nachdem sie Mitte der vergangenen Dekade aufgrund der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte auf 63,7 % im Jahr 2007 zurückgegangen war, stieg sie bis zum Jahr 2010 auf einen Höchststand von 81,0 % an. Der Anstieg ist im Zusammenhang mit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zu sehen. Insgesamt hat sich der Schuldenstand des Staates im Zeitraum von 2008 bis 2010 von 1 669 Milliarden um 420 Milliarden auf 2 089 Milliarden Euro erhöht.

In den Folgejahren konnten die Belastungen aus der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise deutlich reduziert werden. Die Schuldenstandsquote sank auf 63,9 % im Jahr 2017. Der Bund verringerte seine Schulden erstmals im Jahr 2015 um 23,9 Milliarden Euro auf 1 373 Milliarden Euro. Im Jahr 2017 lagen die Schulden des Bundes bei 1 351 Milliarden Euro. Die Schulden der Länder sanken seit ihrem Höchststand im Jahr 2012 um 73,1 Milliarden Euro auf 611 Milliarden Euro in 2017. Die Schulden der Gemeinden sind erstmals seit 2007 leicht gesunken, auf 148 Milliarden Euro (2017). Die Sozialversicherungen konnten den Schuldenstand seit 2010 um 554 Millionen Euro auf 792 Millionen Euro im Jahr 2017 reduzieren. Im Jahr 2017 entfielen rund 64 % der gesamten Schulden auf den Bund, rund 29 % auf die Länder und rund 7 % auf die Gemeinden.

Den Schulden des Staates stehen auf der Aktivseite der Vermögensbilanz Vermögensgüter (Sach- und Geldvermögen) gegenüber. Die größten Vermögenspositionen des Staates sind die Bauten (Straßen, Schulen, öffentliche Gebäude). Nach der Vermögensrechnung des Statistischen Bundesamtes hatten die Sachanlagen im Jahr 2016 einen Vermögenswert (nach Abschreibungen) von 1 359 Milliarden Euro. Das Geldvermögen betrug 1 149 Milliarden Euro (2016). Darunter bilden die Wertpapiere den größten Vermögenswert.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

8.2.c - Schuldenstand

Ziel

Schuldenstandsquote max. 60 % des BIP, Beibehaltung bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

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Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Datenquelle 2

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Organisation

Deutsche Bundesbank

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Verschuldung gem. Maastricht-Vertrag - Deutschland - Gesamtstaat in neuem Fenster öffnen