Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Erneuerbare Energien - Zukunftsfähige Energieversorgung ausbauen

Indikator 7.2.b: Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen am Brutto­strom­ver­brauch

Zum Indikator 7.2.b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator gibt den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen am Brutto­strom­ver­brauch wieder.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Ein Umstieg auf erneuerbare Energien, die sich als natürliche Energiequellen ständig regenerieren, kann den Bedarf an fossilen Energieträgern verringern. Dadurch würde sowohl die Abhängigkeit von Importen konventioneller Energieträger reduziert als auch der Ausstoß energetisch bedingter Emissionen verringert und damit das Ausmaß des Klimawandels eingedämmt. Laut Energiekonzept der Bundesregierung soll daher der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gemessen am Brutto­strom­ver­brauch bis 2020 auf mindestens 35 %, bis 2030 auf mindestens 50 % und bis 2050 auf mindestens 80 % steigen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Berechnung des Indikators erfolgt durch die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) auf Basis unterschiedlicher amtlicher und nicht amtlicher Quellen. Der Bruttostromverbrauch ist die gesamte erzeugte und importierte Strommenge abzüglich des exportierten Stroms. Er setzt sich somit aus der inländischen Stromerzeugung, dem Austauschsaldo über die Landesgrenzen, dem Eigenstromverbrauch der Kraftwerke als auch den Netzverlusten zusammen. Als erneuerbare Energiequellen gelten Windenergie, Wasserkraft, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie der biologisch abbaubare Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.

Im Zeitraum 1990 bis 2017 erhöhte sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 3,4 % auf 36,0 %. Damit wurde das Ziel von 35 % bis zum Jahr 2020 bereits 2017 erreicht. Diese Entwicklung wurde durch gesetzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG), vorangetrieben. Das EEG verpflichtet die Netzbetreiber unter anderem, erneuerbaren Energien bei der Stromeinspeisung Vorrang zu gewähren.

Ähnlich wie beim Indikator 7.2.a ist bei der Berechnungsmethodik des Indikators zu beachten, dass der Stromaußenhandel einen direkten Einfluss auf den Nenner des Indikators, nicht aber auf den Zähler hat. 1 Unabhängig von der Elektrizitätsproduktion aus erneuerbaren Quellen reduzieren Nettoexporte den Bruttostromverbrauch, während Nettoimporte den Bruttostromverbrauch erhöhen. Seit 15 Jahren ist Deutschland wachsender Nettoexporteur von Elektrizität (in 2016: 8,5 % des Bruttostromverbrauchs). Das führt dazu, dass der Indikator den tatsächlichen Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch im selben Zeitraum überschätzt.

Seit dem Jahr 2000 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung insbesondere durch die zunehmende Nutzung der Windenergie, Biomasse und Fotovoltaik. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2017 stand einer leicht abnehmenden Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern eine um mehr als 180 Terawattstunden gesteigerte Produktion von regenerativer Elektrizität gegenüber. Im Einzelnen nahm die Stromerzeugung mittels Windenergie an Land und auf See von 9,7 Terawattstunden im Jahr 2000 auf 105,7 Terawattstunden im Jahr 2017 zu. Davon steuerte die Windenergie auf See im Jahr 2017 rund 17,7 Terawattstunden bei. Die Stromerzeugung aus Fotovoltaik stieg zwischen 2000 und 2017 von 0,06 Terawattstunden auf 39,4 Terawattstunden. Die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich im gleichen Zeitraum auf 50,9 Terrawattstunden mehr als verzehnfacht.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

7.2.b - Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen am Bruttostromverbrauch

Ziel

Anstieg auf mindestens 35 % bis 2020, auf mindestens 50 % bis 2030 und auf mindestens 80 % bis 2050

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

Logo Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)

Organisation

Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)

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Datenquelle 2

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LAK Energiebilanzen

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