Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Ressourcenschonung - Ressourcen sparsam und effizient nutzen

Indikator 7.1.a, b: Endenergie­produkti­vität und Primär­energie­verbrauch

Zum Indikator 7.1.a, b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-7.3.1

a) Endenergie­produkti­vität Wolke

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

b) Primär­energie­verbrauch Blitz

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator „Endenergie­produkti­vität“ stellt die Entwicklung der Wertschöpfung je eingesetzter Einheit Endenergie dar. Der Begriff „Endenergie“ bezieht sich dabei auf den Teil der Energie, der energetisch als thermische oder elektrische Energie den Produktionsbereichen zur Herstellung von Gütern oder den privaten Haushaltengenutzt wird.

Der Indikator „Primär­energie­verbrauch“ gibt an, wie viel Energie in einem Land einerseits in den Energiesektoren zur Umwandlung, andererseits in der Produktion, dem Verkehr und den privaten Haushalten verbraucht wurde.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die Senkung des Energie­ver­brauchs durch eine Steigerung der Energieeffizienz ist neben dem Ausbau erneuerbarer Energien die zweite tragende Säule der Energiewende. Ziel ist es, mit möglichst wenig Energie viel wirtschaftliche Leistung zu erreichen. Energieeinsparung schont Klima und Umwelt, trägt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie bei.

Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung soll die Endenergie­produkti­vität im Zeitraum 2008 bis 2050 jährlich um 2,1 % erhöht werden. Gleichzeitig soll sich der Primär­energie­verbrauch bis 2020 um 20 % und bis 2050 um 50 % gegenüber dem Jahr 2008 verringern. Diese Ziele werden auch hier zugrunde gelegt.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Endenergie- und Primärenergieverbrauch sind direkt miteinander verbunden. Der Endenergieverbrauch ergibt sich aus dem Primärenergieverbrauch abzüglich der Summe aus Umwandlungs-, Fackel- und Leitungsverlusten sowie der statistischen Differenz.

Der Primärenergieverbrauch ist die Summe aus den im Inland gewonnenen Primärenergieträgern, Vorratsentnahmen und sämtlichen importierten Energieträgern abzüglich Bevorratung, Energieexporte und Hochseebunkerungen. Wesentliche Grundlage für die Berechnung des Energieverbrauchs sind die Daten der Energiebilanzen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB), die durch Daten aus weiteren Quellen ergänzt werden.

Die Endenergieproduktivität gibt an, wie hoch die Wertschöpfung je eingesetzter Einheit Endenergie ist. Sie stellt ein Maß für die Energieeffizienz in den Produktionsbereichen und im Energieeinsatz der privaten Haushalte dar. Einschätzungen zur Energieeffizienz in den Umwandlungsbereichen (Wirkungsgrad der Kraftwerke) oder in der Energieübertragung und -speicherung (Beseitigung von Leckagen, bessere Wärmedämmung etc.) lassen sich anhand des Indikators jedoch nicht direkt ableiten.

Die Endenergieproduktivität hat sich nach vorläufigen Ergebnissen im Zeitraum 2008 bis 2018um 16,0 % erhöht, was einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von rund 1,0 % entspricht. Damit ist das Ziel eines jährlichen Anstieges von durchschnittlich 2,1 % bis 2050 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreicht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Energieproduktivität 2018 um 4,4 Prozentpunkte gestiegen. Grund dafür war, dass der Endenergieverbrauch in jedem Sektor und bei den privaten Haushalten gegenüber dem Bruttoinlandsprodukt gesunken ist.

Der Primärenergieverbrauch ist im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr gesunken (vorläufige Daten). Im Zeitraum 2008 bis 2019 sank der Primärenergieverbrauch nach vorläufigen Ergebnissen um 10,9 %. Bei gleichbleibender Entwicklung wie in den vergangenen Jahren würde damit der Zielwert im Jahr 2020 nicht erreicht.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

7.1.a - Endenergieproduktivität

Ziel

Jährliche Steigerung um 2,1 % im Zeitraum von 2008 – 2050

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

7.1.b - Primärenergieverbrauch

Ziel

Senkung um 20 % bis 2020 und um 50 % bis 2050 jeweils gegenüber 2008

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

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Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Datenquelle 2

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Organisation

Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V.

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Datenquelle
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