Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Trinkwasser- und Sanitärversorgung – Besserer Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung weltweit, höhere (sichere) Qualität

Indikator 6.2.a, b: Entwicklungszusammenarbeit für Trinkwasser- und Sanitärversorgung

SDG-6.a.1

a) Trinkwasserversorgung

b) Sanitärversorgung

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator stellt die Anzahl der Menschen dar, die im jeweiligen Berichtsjahr direkt durch deutsche Unterstützung Neuzugang oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- (6.2.a) und/oder Sanitärversorgung (6.2.b) erhalten haben.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Eine unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen hat weitreichende Auswirkungen auf die Ernährung und die Gesundheit des Menschen. Das Ziel der Bundesregierung ist daher, dass bis zum Jahr 2030 jährlich zehn Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erhalten. Dieses Ziel wird nun weiter ausdifferenziert: so sollen bis 2030 jährlich sechs Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung Zugang zu Trinkwasserversorgung bzw. vier Millionen Menschen weltweit mit deutscher Unterstützung Zugang zu Sanitärversorgung erhalten.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Der Indikator basiert auf Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und erfasst nur die durch Förderung von ihr erreichten Menschen. Maßnahmen weiterer Akteure (z. B. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bundesländer, private Akteure) werden nicht berücksichtigt. Der Indikator stützt sich ausschließlich auf Plangrößen für neue Finanzierungszusagen für Projekte im Bereich Trinkwasser- und Sanitärversorgung zum Zeitpunkt der Vorlage des Programmvorschlags an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die KfW schätzt die Anzahl an Personen, die zukünftig, das heißt nach Fertigstellung der Bauvorhaben, einen neuen oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erhalten haben werden oder von den bereit gestellten Kapazitäten profitieren können. Ob die Menschen tatsächlich erreicht werden, ist erst nach Inbetriebnahme der Infrastrukturen konkret abschätzbar, was hier nicht abgebildet wird. Da eine Person sowohl einen neuen oder verbesserten Zugang zu Trinkwasser- als auch zu Sanitärversorgung erhalten kann, sind Doppelzählungen zwischen beiden Indikatoren oder im Zeitablauf möglich.

Die von der KfW zugesagten Mittel sind Zuschüsse und Darlehen, finanziert aus dem Bundeshaushalt, sowie am Kapitalmarkt aufgenommene Mittel. Empfänger sind in der Regel Entwicklungs- und Schwellenländer, sodass dieser Indikator in Beziehung zum Indikator 17.1 „Anteil öffentlicher Entwicklungsausgaben am Bruttonationaleinkommen“ steht.

In 2019 wurde die Erhebungsmethodik überarbeitet. Während zuvor direkt (z. B. mittels eines Hausanschlusses) als auch indirekt erreichte Menschen (z. B. die gesamte Bevölkerung eines Landes, das durch ein Sektorreformprogramm unterstützt wird) gezählt wurden, werden jetzt nur direkt erreichte Personen durch den Indikator erfasst. So wurden in 2017 9,5 Millionen Menschen (der insgesamt 28,6 Millionen Menschen) indirekt erreicht. In 2018 waren es 45,1 Millionen Menschen (der insgesamt 60,3 Millionen Menschen). Die indirekte Zielgruppe stellte damit in 2017 bzw. 2018 einen Anteil von 33,2 % bzw. 74,8 % der insgesamt erreichten Personen dar. Eine weitere Veränderung liegt in der anteiligen Berücksichtigung der erreichten Menschen entsprechend dem deutschen Finanzierunganteil von Maßnahmen. So werden Beiträge von anderen Gebern oder Eigenanstrengungen des Empfängerlandes nicht berücksichtigt. Auch werden z. B. keine Energieeffizienzmaßnahmen, Verbesserungen von Betriebsabläufen oder Erneuerungen von Pumpstation gezählt, da diese nicht unmittelbar zu einer Verbesserung der Versorgung der Zielgruppe führen.

In den vergangenen Jahren waren die Plangrößen der Menschen, die mithilfe deutscher Unterstützung Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erlangen sollten, stets oberhalb des gesetzten Ziels von zehn Millionen Menschen. Nach der überarbeiteten Methodik liegt die Plangröße der erreichten Personen im Jahr 2019 mit Neu- oder verbessertem Zugang zu Trinkwasserversorgung bei 14,3 Millionen Menschen bzw. 6,1 Millionen Menschen für Abwasser- und Sanitärversorgung.

Die Zusagen durch die KfW im Bereich Trinkwasser und Sanitärversorgung haben sich seit 2012 bis 2018 um 26,0 % auf über 1 Milliarde Euro erhöht. Im Gegensatz zu den Zusagen verringerten sich die Auszahlungen seit 2015 kontinuierlich auf zuletzt 424,9 Millionen Euro. Ein Hauptgrund hierfür liegt im zeitlichen Verzug zwischen Zusagen und Auszahlungen.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Zeitreihe 1

Indikator

6.2.a Anzahl der Menschen, die einen neuen oder hochwertigeren Zugang zur Trinkwasserversorgung durch deutsche Unterstützung erhalten

Ziel

6 Millionen Menschen pro Jahr bis 2030

Bewertung

Keine Bewertung möglich

Zeitreihe 2

Indikator

6.2.b Anzahl der Menschen, die einen neuen oder verbesserten Anschluss zur Sanitärversorgung durch deutsche Unterstützung erhalten

Ziel

4 Millionen Menschen pro Jahr bis 2030

Bewertung

Keine Bewertung möglich

 Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Organisation

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)