Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern

Indikator 4.1.b: 30- bis 34-Jährige mit tertiärem oder post­sekun­darem nicht-tertiären Abschluss

Zum Indikator 4.1.b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator gibt den Anteil der 30- bis 34-Jährigen an, die über einen Abschluss des Tertiärbereichs (Stufen 5 bis 8 der Internationalen Standardklassifikation des Bildungswesens, ISCED, 2011) oder einen post­sekun­daren nicht-tertiären Abschluss (Stufe 4 der ISCED) verfügen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Eine hoch entwickelte Volkswirtschaft wie die deutsche, in der der Dienstleistungssektor und der Bedarf an Wissen und Expertise immer stärker in den Vordergrund rücken, benötigt hoch qualifizierte Arbeitskräfte. Der Wert des Indikators soll daher bis zum Jahr 2020 auf 42 % steigen. Diese Zielsetzung lehnt sich an das Ziel der Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union an: Bis 2020 soll ein Anteil von 40 % der 30- bis 34-Jährigen in der Europäischen Union über einen tertiären Abschluss verfügen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die „International Standard Classification of Education (ISCED)“ ermöglicht es, Statistiken und Indikatoren zu Bildungsabschlüssen international zu vergleichen. Gleichwertig angesehene Abschlüsse werden dabei den gleichen ISCED-Stufen zugeordnet.

Die Daten für den Indikator stammen aus dem Mikrozensus, dessen jährliche Stichprobenerhebung 1 % der Bevölkerung umfasst. Ergänzende Informationen bietet die Hochschulstatistik, die ebenfalls vom Statistischen Bundesamt erstellt wird.

Die Bezeichnung des Indikators hängt mit der Tradition der dualen Ausbildungssysteme in Deutschland zusammen. Neben den tertiären Abschlüssen an Hoch-, Fachhoch- und Verwaltungsfachhochschulen, Berufs- und Fachakademien sowie den Meister- und Technikerabschlüssen gibt es postsekundare nicht-tertiäre Abschlüsse des Sekundarbereichs II, die parallel oder nacheinander erworben werden. Hierzu zählen beispielsweise das Abitur an Abendgymnasien oder an Berufs- bzw. Technischen Oberschulen, der Abschluss einer Berufsausbildung nach dem Abitur oder einer vorangegangenen Berufsausbildung. Der Indikator umfasst daher sowohl die tertiären Abschlüsse entsprechend den Stufen 5 bis 8 der ISCED als auch die postsekundaren nicht-tertiären Abschlüsse der Stufe 4 der ISCED.

Ausgehend von 33,4 % im Jahr 1999 stieg der Indikator bis zum Jahr 2017 um 15,5 Prozentpunkte auf 48,8 % und liegt damit schon seit einigen Jahren über dem Zielwert für 2020. Dies trifft sowohl für Frauen (52,6 %) als auch Männer (45,2 %) zu. Das Verhältnis der geschlechtsspezifischen Anteile hat sich im Lauf der Zeit gewandelt: 1999 lag der Wert des Indikators bei Männern noch 3,8 Prozentpunkte höher als bei Frauen. Im Jahr 2006 lagen beide Geschlechter gleichauf. Seit 2007 ist nun der Anteil der Frauen mit einem tertiären oder postsekundaren nicht-tertiären Bildungsabschluss höher als der Anteil der Männer.

In vielen anderen Ländern gibt es keine postsekundaren nicht-tertiären Abschlüsse. Daher ist die europäische Version des Indikators aus der „Europa 2020“-Strategie der EU enger gefasst und berücksichtigt nur tertiäre Abschlüsse (ISCED-Stufen 5 bis 8).

Der europäische Indikator erreichte für die EU-28-Staaten nach einem kontinuierlichen Anstieg seit 2005 im Jahr 2017 insgesamt 39,9 %. Wählt man auch für Deutschland diesen enger gefassten Indikator, so liegt der Wert im Jahr 2017 mit 34,0 % um 5,9 Prozentpunkte unter dem EU-Wert. Im Jahr 2017 ist der Anteil der Frauen (34,2 %) etwas höher als der Anteil der Männer (33,8 %; nicht in der Grafik enthalten).

Die Gesamtzahl der Hochschulabsolventinnen und -absolventen im Jahr 2017 betrug 501 734. Das sind 126,3 % mehr als im Jahr 1999. Darunter waren 129 646 Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften (206,2 % mehr als 1999) und 55 133 Absolventinnen und Absolventen der Mathematik und Naturwissenschaften (69,4 % mehr als 1999).

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

4.1.b - 30- bis 34-Jährige mit tertiärem oder postsekundarem nicht-tertiären Abschluss

Ziel

Steigerung des Anteils auf 42 % bis 2020

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

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