Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Globale Gesundheit – Globale Gesundheitsarchitektur stärken

Indikator 3.3: Beitrag Deutschlands zur globalen Pandemieprävention und -reaktion

(Bewertung des Bezugsjahres 2020 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator umfasst Ausgaben bzw. Zusagen Deutschlands für Programme zur globalen Pandemieprävention und -reaktion. Ausgenommen sind hierbei Programme zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Um die Aussagekraft des Indikators zu verbessern, wird er bis zur nächsten Neuauflage der DNS im Hinblick auf seine Wirkung evaluiert, mit dem Ziel, ihn zu einem Output-Indikator fortzuentwickeln.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, welche weitreichenden Auswirkungen grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren für Menschen und Wirtschaft weltweit haben. Dementsprechend bedeutet die Unterstützung von Programmen zur Pandemieprävention und -reaktion einen wichtigen Beitrag zur globalen Gesundheit – insbesondere in Ländern des Globalen Südens. Ziel ist es daher, Deutschlands Beitrag für die globale Pandemieprävention und -reaktion bis 2030 substanziell gegenüber dem Jahr 2019 zu steigern.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2021-03-10: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-03-09: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Die Daten des Indikators stammen aus Sonderauswertungen der entsprechenden Haushaltstitel bzw. der Verpflichtungsermächtigungen des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In den Auswertungen wurden Programme berücksichtigt, wenn diese in der Zielsetzung direkt zum Bereich Pandemieprävention und -reaktion zuzurechnen sind oder diese primär auf die Verbesserung relevanter Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung abzielen. Die Programme umfassen dabei u. a. die Bereiche Pandemieprävention und -reaktion der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Sanitärwesen, One Health (ein ganzheitlicher Ansatz, der die Verbindung der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt anerkennt), Impfinfrastruktur sowie Forschung und Entwicklung sowohl im Ausland als auch im Inland, sofern die Ergebnisse und Innovationen auch Ländern des Globalen Süden zu Gute kommen. Zudem wurden zusätzlich Programme betrachtet, die als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie gestartet wurden. Diese umfassen Programme und Aktivitäten der WHO, humanitäre Hilfe, Impfstoffentwicklung, Krisenreaktion sowie Soforthilfen und -kredite für die Reaktion des Gesundheitssektors in Ländern des Globalen Südens. Laut Definition sind die Ausgaben bzw. Zusagen in Reaktion auf die COVID-19-Pandemie vom Indikator ausgenommen und getrennt dargestellt.

Bei den Zahlen ist zu beachten, dass eine genaue inhaltliche Abgrenzung von Programmen nicht abschließend möglich ist, da das Themenfeld umfassende Querverbindungen zu einer Vielzahl von weiteren Gesundheitsbereichen besitzt. Somit wird bei dem Indikator eine Bandbreite an Programmen berücksichtigt, wie z. B. der Beitrag Deutschlands an die WHO für dessen Notfallprogramm bzw. zur flexiblen Anschubfinanzierung von Krisenreaktionen in akuten Gesundheitsnotlagen (Contingency Fund for Emergencies), eine Impfprogrammförderung zur Reduktion von Kindersterblichkeit in der ostafrikanischen Gemeinschaft, die Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Burkina Faso sowie eine Sicherheitskooperation für biologische Bedrohungen. Neben der inhaltlichen Schwerpunktsetzung ist zu beachten, dass ein Teil der Programme allgemein auf die Stärkung globaler Koordinierungs- und Organisationskapazitäten abzielt und damit nicht ausschließlich Ländern des Globalen Südens zukommt.

Des Weiteren können präventive und reaktive Maßnahmen nicht genau abgegrenzt werden. So können einerseits präventive Kapazitätsstärkung die Reaktion auf eine pandemische Lage unterstützen und andererseits reaktive Maßnahmen einen Beitrag zur langfristigen Kapazitätsstärkung leisten. Um einen Ausreißer in den Zahlen zu vermeiden, der sich aus der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ergibt, sind diese Ausgaben bzw. Zusagen nicht Teil des Indikators, sondern getrennt als Information in der Grafik ausgewiesen.

Die dargestellten Ausgaben bzw. Zusagen sagen zudem nichts über den Erfolg der Programme aus. Der Indikator stellt einen monetären Beitrag Deutschlands zur Pandemieprävention und -reaktion dar. Zur Wirkung der Beiträge wäre eine weitergehende Evaluierung notwendig. Unter Berücksichtigung der oben genannten Einschränkungen bilden die ermittelten Zahlen daher keinesfalls die deutschen Ausgaben bzw. Zusagen vollständig ab, welche einen gegebenenfalls mittelbaren Einfluss auf das Themenfeld haben.

Zwischen den Jahren 2015 bis 2020 stiegen die Ausgaben bzw. Zusagen zur Pandemieprävention und -reaktion von 137,9 Millionen Euro auf 353,1 Millionen Euro (vorläufige Daten). Dies ist eine Steigerung um durchschnittlich 43,1 Millionen Euro der letzten fünf jährlichen Veränderungen. Bei Fortsetzung dieser Entwicklung würde das angestrebte Ziel, Deutschlands Beitrag bis 2030 substantiell gegenüber dem Jahr 2019 zu steigern, erreicht werden. Die Grafik verdeutlicht ebenfalls die sprunghafte Steigerung der Ausgaben bzw. Zusagen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in Höhe von 635,2 Millionen Euro im Jahr 2020.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

3.3 Beitrag Deutschlands zur globalen Pandemieprävention und -reaktion

Ziel

Steigerung der Ausgaben bis 2030

Jahr

2020

Bewertung Keine Bewertung möglich

Datenquelle 1

 Auswärtiges Amt (AA)

Organisation

Auswärtiges Amt (AA)

Datenquelle 2

 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Organisation

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Datenquelle 3

 Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Organisation

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Datenquelle 4

 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Organisation

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)