Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Luftbelastung – Gesunde Umwelt erhalten

Indikator 3.2.a: Emissionen von Luftschadstoffen

(Bewertung des Bezugsjahres 2018 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

Wählen Sie hier aus, was in der Grafik bzw. Tabelle angezeigt werden soll.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator stellt den Mittelwert der Indizes der nationalen Emissionen der fünf Luftschadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxid (NOx), Ammoniak (NH3), flüchtige organische Verbindungen (NMVOC) und Feinstaub (PM2.5) dar.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Luftverunreinigungen beeinträchtigen nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch Ökosysteme und Artenvielfalt. Die Emissionen von Luftschadstoffen sollen daher bis zum Jahr 2030 um 45 % gegenüber dem Jahr 2005 sinken. Um die Entwicklung sowohl gesundheitlicher als auch ökosystemischer Belastungen abbilden zu können, wurden die in Deutschland freigesetzten Emissionen von SO2, NOx, NH3, NMVOC und PM2.5 zu einem Indikator zusammengefasst.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2021-06-30: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-09-10: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Deutschland hat sich gegenüber der Europäischen Union verpflichtet, den Ausstoß der einzelnen Luftschadstoffe bis 2030 wie folgt zu reduzieren: Schwefeldioxid um 58 %, Stickstoffoxid um 65 %, Ammoniak um 29 %, flüchtige organische Verbindungen um 28 % und Feinstaub um 43 %. Darauf basierend wurde vom Umweltbundesamt als Zielwert ein ungewichtetes, arithmetisches Mittel der einzelnen Reduktionen der genannten Luftschadstoffe errechnet. Die Veränderungsraten der einzelnen Luftschadstoffe werden gleichwertig miteinander verrechnet. Das bedeutet, dass unabhängig von den separaten Reduktionszielen steigende Emissionen einzelner Schadstoffe bei diesem Indikator durch stärkere Eindämmung der Emissionen anderer Schadstoffe kompensiert werden können.

Die Daten werden jährlich vom Umweltbundesamt mittels verschiedener Quellen berechnet. Sie dienen als Basis für die Berichtspflicht nach der Genfer Luftreinhaltekonvention (CLRTAP) und der NEC-Richtlinie. Im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes werden die Daten weiter aufbereitet. So werden die Emissionen unter anderem nach verschiedenen Produktionsbereichen und privaten Haushalten ausgewiesen.

Die Emissionen von Luftschadstoffen insgesamt gingen bis zum Jahr 2018 um 24,7 % im Vergleich zu 2005 zurück. Damit bewegte sich der Indikator in die angestrebte Richtung und würde bei gleichbleibender Entwicklung das Ziel für 2030 erreichen. Der Ausstoß der einzelnen Schadstoffe veränderte sich im Zeitraum 2005 bis 2018 jedoch in unterschiedlichem Maße.

Die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (NMVOC), welche vornehmlich beim industriellen Gebrauch von Lösungsmitteln entstehen, konnten im angegebenen Zeitraum mit 24,6 % deutlich reduziert werden. Damit kann die angestrebte Reduktion um 28 % bis 2030 erreicht werden.

Im angegebenen Zeitraum verringerten sich die Emissionen von Feinstaub (PM2.5) um 31,5 %. Bei Fortsetzung der durchschnittlichen jährlichen Entwicklung würde das angestrebte Reduktionsziel ebenfalls erreicht werden. Der größte Teil der Feinstaub-Emissionen entfiel 2018 auf die Industrie mit 29,3 %. 24,1 % stammten von Haushalten und Kleinverbrauchern und entstanden insbesondere bei der Wärmeerzeugung. Auf den Verkehr entfielen 25,5 % der Feinstaubemissionen und damit 10,6 Prozentpunkte weniger als 2005.

Die Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx) verringerten sich bis 2018, verglichen mit 2005, um 27,0 % und damit in die angestrebte Richtung. Die durchschnittliche Reduktion der letzten Jahre würde jedoch nicht reichen, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Der Hauptanteil an Stickstoffoxiden wurde 2018 vor allem im Verkehr und in der Energiewirtschaft emittiert.

Die Emissionen von Schwefeldioxid (SO2), welche hauptsächlich in der Energiewirtschaft entstehen, sind im betrachteten Zeitraum um 39,5 % gesunken. Diese Emissionen entwickelten sich in die angestrebte Richtung. Die durchschnittliche Reduktion der letzten Jahre würde genügen, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

Die Emissionen von Ammoniak (NH3) sanken im Zeitraum von 2005 bis 2018 um 0,8 % und verharren auf gleichbleibend hohem Niveau. Die Stagnation ist hauptsächlich auf die Ausbringung von Gärresten aus der Vergärung von Energiepflanzen zurückzuführen. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes stammten 95,3 % aller inländischen Ammoniak-emissionen im Jahr 2018 aus der landwirtschaftlichen Produktion, insbesondere der Tierhaltung.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

3.2.a Emissionen von Luftschadstoffen

Ziel

Reduktion der Emissionen des Jahres 2005 auf 55 % (ungewichtetes Mittel der fünf Schadstoffe) bis 2030

Jahr

2015

2016

2017

2018

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

 Umweltbundesamt (UBA)

Organisation

Umweltbundesamt (UBA)

Datenquelle Index der Luftschadstoff-Emissionen in neuem Fenster öffnen