Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Gesundheit und Ernährung – Länger gesund leben

Indikator 3.1.c, d: Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen

SDG-3.a.1

c) Jugendliche Weathersymbol

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2019 aus dem Indikatorenbericht 2021)

d) Erwachsene Weathersymbol

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

Wählen Sie hier aus, was in der Grafik bzw. Tabelle angezeigt werden soll.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Die Raucherquote von Jugendlichen (3.1.c) gibt den Anteil der 12- bis 17-Jährigen wieder, die angeben, gelegentlich oder ständig zu rauchen. Die Raucherquote von Erwachsenen (3.1.d) gibt den Anteil der Befragten ab 15 Jahren an, welche im Mikrozensus die Fragen zum Rauchverhalten beantwortet haben und gelegentlich oder regelmäßig rauchen.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Rauchen kann zu erheblichen Gesundheitsschäden und frühzeitigem Tod führen. Von diesen Risiken betroffen sind nicht nur die Raucherinnen und Raucher selbst. Auch Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, werden nicht nur vom Rauch belästigt, sondern können davon auch erkranken. Die Bundesregierung hat das Ziel, den Anteil der Raucherinnen und Raucher bei Jugendlichen bis zum Jahr 2030 auf 7 % und bei allen Personen ab 15 Jahren auf 19 % zu senken.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2021-03-10: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-09-10: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Die Daten für Jugendliche werden im Rahmen der Erhebungen zum Substanzkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mittels Telefoninterviews erhoben. Die Befragung erfolgte zunächst im drei- bis vierjährigen Abstand und findet seit 2001 beinahe jährlich statt. Um eine Vergleichbarkeit der Daten im Zeitverlauf zu gewährleisten, erfolgte eine Gewichtung nach Geschlecht, Region und Alter. Die Daten für Jahre ohne Erhebung wurden für die Darstellung der Zeitreihe interpoliert. Im Jahr 2019 umfasste die verwendete Zufallsstichprobe 7 000 Jugendliche und junge Erwachsene.

Die Daten für Erwachsene werden vierjährlich im Rahmen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes erfragt. Die Daten für Jahre ohne Erhebung wurden für die Darstellung der Indikatordatenreihe interpoliert. Der Mikrozensus als Stichprobenerhebung umfasst 1 % der Gesamtbevölkerung und ist die größte Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Die Beantwortung der Fragen zu den Rauchgewohnheiten ist freiwillig und erfolgte 2017 durch 79 % der Befragten.

In der Gruppe der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren stieg der Anteil der Raucherinnen und Raucher zunächst von 23,9 % (1995) auf 28,1 % (1997 und 2001) an, ist seitdem aber bis 2019 kontinuierlich auf 5,6 % (5,2 % der weiblichen Jugendlichen, 6,0 % der männlichen Jugendlichen) zurückgegangen. Bei Fortschreibung der Entwicklung der letzten Jahre ist der Zielwert für 2030 bereits erreicht.

Im Jahr 2017 gaben bei der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren insgesamt 22,4 % an, gelegentlich oder regelmäßig zu rauchen. In den Jahren 1995 und 1999 hingegen rauchten 28,3 %. Damit war die Raucherquote bei Erwachsenen leicht rückläufig. Bei gleichbleibender Entwicklung entsprechend dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre kann das Ziel auch für diesen Teilindikator erfüllt werden.

18,8 % aller Erwachsenen ab 15 Jahren zählten sich im Jahr 2017 zu den regelmäßigen Raucherinnen und Rauchern, 3,7 % rauchten gelegentlich. Mit einem Anteil von 18,6 % rauchten Frauen deutlich weniger als Männer mit 26,4 %. Während der Anteil bei den Frauen seit 1995 um 2,9 Prozentpunkte gesunken ist, waren es bei den Männern sogar 9,2 Prozentpunkte.

2017 bevorzugten 96,2 % der befragten Raucherinnen und Raucher Zigaretten. Für das individuelle Gesundheitsrisiko durch das Rauchen ist die Menge des Tabakkonsums bedeutsam. 10,8 % der regelmäßigen Zigarettenraucherinnen und -raucher (1995: 17,4 %) waren mit mehr als 20 Zigaretten am Tag den starken Raucherinnen und Rauchern zuzurechnen, 81,4 % rauchten 5 bis 20 Zigaretten am Tag. Dabei gab es geschlechtsspezifische Unterschiede. Fast jeder siebente der regelmäßigen Zigarettenraucher rauchte stark, aber nur jede dreizehnte Raucherin.

Rauchen birgt ein hohes und gleichwohl vermeidbares Gesundheitsrisiko. Im Jahr 2018 waren 4,8 % aller Sterbefälle (3,4 % bei Frauen, 6,3 % bei Männern) auf eine für Raucherinnen und Raucher symptomatische Erkrankung (Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs) zurückzuführen. 2018 lag das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Bronchial-, und Luftröhrenkrebs Gestorbenen bei 71,1 Jahren und damit knapp acht Jahre unter dem Durchschnittsalter der Gestorbenen insgesamt (78,4 Jahre). Eine verminderte Raucherquote kann daher zur Absenkung der vorzeitigen Sterblichkeit beitragen.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Zeitreihe 1

Indikator

3.1.c Raucherquote von Jugendlichen

Ziel

Senkung auf 7 % bis 2030

Jahr

2015

2016

2018

2019

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

Zeitreihe 2

Indikator

3.1.d Raucherquote von Erwachsenen

Ziel

Senkung auf 19 % bis 2030

Jahr

2017

Bewertung Keine Bewertung möglich

Datenquelle 1

 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA)

Organisation

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA)

Datenquelle Suchtprävention in neuem Fenster öffnen

Datenquelle 2

 Statistisches Bundesamt (Destatis)

Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)