Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Gesundheit und Ernährung - Länger gesund leben

Indikator 3.1.c, d: Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen

Zum Indikator 3.1.c, d in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-3.a.1

c) Jugendliche Sonne

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2016 aus dem Indikatorenbericht 2018)

d) Erwachsene Sonne

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die Raucherquote von Jugendlichen (3.1.c) gibt den Anteil der 12- bis 17-Jährigen wieder, die angeben, gelegentlich oder ständig zu rauchen. Die Raucherquote von Erwachsenen (3.1.d) gibt den Anteil der Befragten im Alter von 15 Jahren und mehr an, welche im Mikrozensus die Fragen zum Rauchverhalten beantwortet haben und gelegentlich oder regelmäßig rauchen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Rauchen kann zu erheblichen Gesundheitsschäden und frühzeitigem Tod führen. Von diesen Risiken betroffen sind nicht nur die Raucherinnen und Raucher selbst. Auch Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, werden nicht nur vom Rauch belästigt, sondern können davon auch erkranken. Die Bundesregierung hat das Ziel, den Anteil der Raucherinnen und Raucher bei Jugendlichen bis zum Jahr 2030 auf 7 % und bei allen Personen ab 15 Jahren auf 19 % zu senken.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Daten für Jugendliche werden im Rahmen von Erhebungen zum Substanzkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 1973 durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mittels Telefoninterviews erhoben, seit 1993 auch in den neuen Bundesländern. Die Befragung erfolgte zunächst im drei- bis vierjährlichen Abstand und findet seit 2001 beinahe jährlich statt. Zwischenjahre ohne Erhebung wurden für die Darstellung der Zeitreihe interpoliert. 2016 umfasste die verwendete Zufallsstichprobe 7 003 Jugendliche und junge Erwachsene. Für Trendanalysen erfolgt eine Gewichtung nach Geschlecht, Region und Alter.

Die Daten für Erwachsene werden vierjährlich im Rahmen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes erfragt. Zwischenjahre ohne Erhebung wurden für die Darstellung der Indikatordatenreihe interpoliert. Der Mikrozensus als Stichprobenerhebung umfasst 1 % der Gesamtbevölkerung und ist die größte Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Die Beantwortung der Fragen zu den Rauchgewohnheiten ist freiwillig und erfolgte 2017 durch 79 % der Befragten.

In der Gruppe der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren stieg der Anteil der Raucherinnen und Raucher zunächst von 24 % (1995) auf 28 % (1997 und 2001) an, ist seitdem aber bis 2016 kontinuierlich auf nahezu 7 % zurückgegangen. Dabei scheint es zwischen den Geschlechtern keine Unterschiede im Rauchverhalten zu geben. Bei Fortschreibung der Entwicklung der letzten Jahre wird der Zielwert für 2030 bereits in naher Zukunft erreicht werden.

Im Jahr 2017 gaben bei der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren insgesamt 22 % an, gelegentlich oder regelmäßig zu rauchen. In den Jahren 1995 und 1999 hingegen rauchten 28 %. Damit war die Raucherquote bei Erwachsenen leicht rückläufig. Bei gleichbleibender Entwicklung entsprechend dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre kann das Ziel auch für diesen Teilindikator erfüllt werden.

19 % aller Erwachsenen ab 15 Jahren zählten sich im Jahr 2017 zu den regelmäßigen Raucherinnen und Rauchern, 4 % rauchten gelegentlich (Abweichung in der Summe durch Rundung). Mit einem Anteil von 19 % rauchten Frauen deutlich weniger als Männer mit 26 %. Während der Anteil bei den Frauen seit 1995 um 3 Prozentpunkte gesunken ist, waren es bei den Männern sogar 9 Prozentpunkte.

2017 bevorzugten 96 % der befragten Raucherinnen und Raucher Zigaretten. Für das individuelle Gesundheitsrisiko durch das Rauchen ist die Menge des Tabakkonsums bedeutsam. 11 % der regelmäßigen Zigarettenraucherinnen und -raucher (1995: 17 %) waren mit mehr als 20 Zigaretten am Tag den starken Raucherinnen und Rauchern zuzurechnen, 81 % rauchten 5 bis 20 Zigaretten am Tag. Dabei gab es geschlechtsspezifische Unterschiede. Fast jeder siebente der regelmäßigen Zigarettenraucher rauchte stark, aber nur jede dreizehnte Raucherin.

Rauchen birgt ein hohes und gleichwohl vermeidbares Gesundheitsrisiko. Im Jahr 2015 waren 5,1 % aller Sterbefälle (3,4 % bei Frauen, 6,8 % bei Männern) auf eine für Raucherinnen und Raucher symptomatische Erkrankung (Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs) zurückzuführen. 2015 lag das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs Gestorbenen bei 70,6 Jahren und damit knapp acht Jahre unter dem Durchschnittsalter der Gestorbenen insgesamt (78,4 Jahre). Eine verminderte Raucherquote kann daher zur Absenkung der vorzeitigen Sterblichkeit beitragen.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

3.1.c - Raucherquote von Jugendlichen

Ziel

Senkung auf 7 % bis 2030

Jahr

2013

2014

2015

2016

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

3.1.d - Raucherquote von Erwachsenen

Ziel

Senkung auf 19 % bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

Logo Statistisches Bundesamt (Destatis)

Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Datenquelle 2

Logo Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA)

Organisation

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA)

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Datenquelle
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