Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Gesundheit und Ernährung - Länger gesund leben

Indikator 3.1.a, b: Vorzeitige Sterblichkeit

Zum Indikator 3.1.a, b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

a) Frauen Wolke

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2015 aus dem Indikatorenbericht 2018)

b) Männer Wolke

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2015 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator umfasst die Todesfälle der weiblichen (3.1.a) und männlichen (3.1.b) unter 70-jährigen Bevölkerung bezogen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner der standardisierten alten europäischen Bevölkerung unter 70 Jahren (unter Ausschluss der unter 1-Jährigen).

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Bis zum Jahr 2030 soll die vorzeitige Sterblichkeit bei Frauen bei höchstens 100 und bei Männern bei höchstens 190 Todesfällen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner liegen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Datenquellen für die Indikatoren sind die Todesursachenstatistik und die Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes. Im Rahmen der Todesursachenstatistik werden alle amtlichen Todesbescheinigungen erfasst und ausgewertet. Die Bevölkerungsfortschreibung gibt basierend auf den Ergebnissen der jeweiligen letzten Volkszählung die aktuellen Bevölkerungszahlen an. Die Daten sind standardisiert auf die alte Europabevölkerung von 1976. Die unter 1-Jährigen und damit die Säuglingssterblichkeit sind in der Betrachtung ausgeschlossen. Der Indikator ist auch Teil der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

Die vorzeitige Sterblichkeit ist zwischen 1991 und 2015 bei Frauen (– 36 %) und bei Männern (– 42 %) zurückgegangen. Durch den Rückgang hat sich auch der geschlechtsspezifische Unterschied der vorzeitigen Sterblichkeit verringert. Im Jahr 2015 starben 153 Frauen und 288 Männer je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner, bevor sie das 70. Lebensjahr erreichten. Bei gleichbleibender Entwicklung wie in den vergangenen Jahren würden die geschlechterspezifischen Ziele im Jahr 2030 jedoch verfehlt.

Entsprechend dem Rückgang der vorzeitigen Sterblichkeit hat sich auch die Lebenserwartung in Deutschland weiter positiv entwickelt. Heute 70-jährige Frauen können statistisch gesehen mit 16,9 weiteren Lebensjahren rechnen, Männer mit weiteren 14,2 Jahren.

Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 betrug die mittlere Lebenserwartung für neugeborene Mädchen 83,2 Jahre und für Jungen 78,3 Jahre und liegt damit für Mädchen um 0,5 Jahre und für Jungen um 0,6 Jahre höher als der Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011. Differenzen bei der Lebenserwartung zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Bundesländern (jeweils ohne Berlin) gibt es nur noch bei neugeborenen Jungen. Hier beträgt der Abstand 1,3 Jahre.

Den größten Anteil an allen Todesursachen der vorzeitigen Sterblichkeit hatten im Jahr 2015 bösartige Neubildungen mit 37,8 %, gefolgt von Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems mit 21,4 %. Auch Todesfälle aufgrund äußerer Ursachen (wie Unfälle, Vergiftungen, Suizid) hatten mit 8,8 % einen nicht unerheblichen Anteil. Krankheiten des Verdauungs- und des Atmungssystems trugen mit 6,9 % bzw. 5,5 % zu den Todesursachen bei. Seit 1991 ist der Anteil der bösartigen Neubildungen (um 13,8 %) und der der Krankheiten des Atmungssystems (um 36,7 %) an allen Todesursachen angestiegen. Rückläufig waren dagegen die Ursachen Herz- Kreislauf-Erkrankungen (– 31,2 %), äußere Ursachen (– 20,2 %) und Krankheiten des Verdauungssystems (– 9,9 %).

Neben Faktoren wie zum Beispiel dem Gesundheitsverhalten (siehe auch Indikatoren 3.1.c, d zu den Raucherquoten von Jugendlichen und Erwachsenen oder 3.1.e und 3.1.f zu den Adipositasquoten von Jugendlichen und Erwachsenen) spielt auch die medizinische Versorgung eine wichtige Rolle für die Sterblichkeit. Die Ausgaben für Gesundheit stiegen im Jahr 2016 auf 357 Milliarden Euro. Dies war ein Anstieg um 12 Milliarden Euro oder 3,8 % gegenüber 2015. Die Ausgaben entsprachen 11,3 % des Bruttoinlandsprodukts. Auf jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner entfielen dabei 4 330 Euro (2015: 4 205 Euro) pro Jahr.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

3.1.a - Vorzeitige Sterblichkeit (weiblich)

Ziel

Senkung auf 100 Todesfälle je 100 000 Einwohnerinnen bis 2030

Jahr

2012

2013

2014

2015

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

3.1.b - Vorzeitige Sterblichkeit (männlich)

Ziel

Senkung auf 190 Todesfälle je 100 000 Einwohner bis 2030

Jahr

2012

2013

2014

2015

Bewertung - - - -

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