Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Ernährungssicherung - Das Recht auf Nahrung weltweit verwirklichen

Indikator 2.2: Unterstützung guter Regierungs­führung bei der Erreichung einer angemessenen Ernährung weltweit

Zum Indikator 2.2 in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-2.a.2

Auswahl

Wählen Sie hier aus, was in der Grafik bzw. Tabelle angezeigt werden soll.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator misst in Prozent den Anteil der ausgezahlten Mittel an den Gesamtausgaben für Ernährungssicherung, mit dem die relevanten internationalen Normen und Empfehlungen zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung (definiert nach dem Global Strategic Framework des Ausschusses für die Welt­er­nährungs­sicherung der Vereinten Nationen) angewendet werden.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Dem Indikator liegt die Annahme zugrunde, dass durch die Förderung der Anwendung internationaler Leitlinien und Empfehlungen im Bereich Ernährungssicherung die Ernährungssituation verbessert und somit ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung von SDG 2 und zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung geleistet werden kann. Der Anteil der ausgezahlten Mittel für Ernährungssicherung, der für Governance eingesetzt wird, soll bis 2030 angemessen steigen.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2020-02-11: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2020-04-09: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Datenerhebung für den Indikator wurde durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgenommen. Hierfür erfolgte eine Prüfung aller Projekt- und Programmdokumente zu Vorhaben im Bereich der Ernährungssicherung.

Ein Projekt wird angerechnet, wenn im Ziel, in der Wirkungsmatrix oder der Projektbeschreibung a) die Anwendung einer Leitlinie oder Empfehlung des Global Strategic Framework für Ernährungssicherung konkret genannt wird oder b) ein inhaltliches Kernelement einer Leitlinie oder Empfehlung substanzieller Teil des Vorhabens ist und gleichzeitig das Vorhaben die Stärkung rechtlicher, institutioneller oder politischer Rahmenbedingungen zum Ziel hat. Die Zahlungen müssen zudem als öffentliche Entwicklungsausgaben (ODA) anrechenbar sein. Die so erhobenen Daten wurden extern überprüft. Diese Validierung hat gezeigt, dass ein geschärfter Governance-Begriff sowie geschärfte Kriterien zur Datenerhebung notwendig sind, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Nach der erstmaligen Erhebung für das Jahr 2016 ist geplant, den Indikator alle zwei Jahre zu erfassen.

Mit 476 Millionen Euro stellt der Teilbereich Governance (Regierungsführung) ungefähr ein Drittel (32 %) der ODA-Ausgaben im Bereich der Ernährungssicherung dar. Im Vergleich zu den gesamten öffentlichen Entwicklungsausgaben machen sowohl der Teilbereich Governance als auch der Bereich Ernährungssicherung nur einen kleinen Teil aus. So wurden im Jahre 2016 insgesamt 22,4 Milliarden Euro ODA geleistet. Damit entfielen im selben Jahr 6,6 % der ODA auf Ernährungssicherung und 2,1 % auf Governance in diesem Bereich.

Der Indikator stellt einen Ausschnitt von Deutschlands Beitrag zum Erreichen des SDG 2 dar. Insgesamt hatte sich die Situation in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren zunächst deutlich verbessert. So sank, basierend auf Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Anteil der Menschen, die in den Partnerländern an Unterernährung leiden, von 2000 bis 2015 von 19 auf 14 %. Neuere Zahlen liegen für einzelne Länder bislang nicht vor, sodass zur jüngsten Entwicklung in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit derzeit keine Aussage getroffen werden kann.

Auch weltweit hatte sich die Situation zunächst deutlich verbessert: Von 2000 bis 2015 sank der Anteil der Hungernden an der Gesamtbevölkerung von 15 auf 11 %. Nach aktuellen Schätzungen der FAO ist der Anteil der unterernährten Menschen seit 2015 weltweit wieder gestiegen und umfasste 821 Millionen Menschen im Jahr 2017. Dies entsprach 11 % der Weltbevölkerung. Hintergründe für den aktuellen Anstieg der Hungerzahlen sind nach Einschätzung der FAO neben vermehrt auftretenden extremen Wetterereignissen und Klimaveränderungen insbesondere auch anhaltende Krisen und Konflikte.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

2.2 - Unterstützung guter Regierungsführung bei der Erreichung einer angemessenen Ernährung weltweit

Ziel

Angemessene Steigerung des Anteils der ausgezahlten Mittel für die Anwendung von Leitlinien und Empfehlungen des VN-Welternährungsausschusses an den Gesamtausgaben für Ernährungssicherung bis 2030

Jahr

Bewertung -

Datenquelle 1

Logo Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Organisation

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Datenquelle 2

Logo Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Organisation

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)