Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Wissenstransfer insbesondere im technischen Bereich – Wissen international vermitteln

Indikator 17.2: Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungsländern sowie LDCs pro Jahr

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Bezugsjahr 2019 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator erfasst die Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern pro Jahr beziehungsweise Semester. Hierbei wird die Anzahl der Studierenden und Forschenden aus den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries, LDCs) gesondert ausgewiesen.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Wissen ist nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch im globalen Maßstab ein zentraler Treiber nachhaltiger Entwicklung. Die Stärkung des internationalen Wissensaustauschs durch Deutschland ist hierfür eine wichtige Maßnahme. Ziel der Bundesregierung ist es deshalb, die Summe der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern von 2015 bis 2020 um 10 % zu steigern und die Anzahl anschließend zu verstetigen.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

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Letzte Änderung des Codes (Texte) 2021-09-10: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Datengrundlage des Indikators ist sowohl die Studierendenstatistik als auch die Statistik des Hochschulpersonals des Statistischen Bundesamtes. Beides sind Vollerhebungen auf der Basis der Verwaltungsdaten der Hochschulen. Der Indikator umfasst die Studierenden im Wintersemester des jeweiligen Jahres. Die Hochschulen greifen dafür zum Erhebungsstichtag die für die Statistik erforderlichen Daten aus ihrem Verwaltungsprogramm ab. Die Forschenden werden zum Stichtag 1. Dezember erhoben. Unter Forschenden wird hierbei das haupt- und nebenberufliche wissenschaftliche Personal an deutschen Hochschulen (ohne studentische Hilfskräfte) verstanden. Promotionsstudierende, die als Studierende an einer Hochschule immatrikuliert sind und zugleich als wissenschaftliches Personal arbeiten, können zu Doppelzählungen im Indikator führen.

Die Gesamtzahl aller Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern an deutschen Hochschulen im Jahr 2019 betrug rund 285 Tausend. Mit 92,7 % machten dabei die Studierenden den weitaus größeren Anteil am Wert des Indikators aus.

Im Wintersemester 2019/20 waren 264 555 Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Das entspricht 9 % aller Immatrikulierten. Die Anzahl der Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern ist seit 2005 (134 462 Studierende) stetig gestiegen – nur im Jahr 2007 gab es einen Rückgang. Der Anstieg im Wintersemester 2019/20 im Vergleich zum Vorjahr (rund 250 Tausend Studierende im Wintersemester 2018/19) lag bei 6,6 %. Im Wintersemester 2019/20 kamen 13 067 Studierende aus LDCs und somit 13,4 % mehr als im Vorjahr.

Von den Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern kamen 44 490 aus China, 38 902 aus der Türkei sowie 25 149 Studierende aus Indien. Insgesamt waren 42,0 % davon Studentinnen. Während aus den europäischen Entwicklungs- und Schwellenländern mit 54,0 % Studentinnen etwa gleich viele Frauen und Männer in Deutschland studieren, kommen aus Ozeanien weniger als ein Viertel Studentinnen (23,5 %). Unter den Studierenden aus LDCs betrug der Frauenanteil etwas mehr als ein Viertel (27,1 %).

Im Jahr 2019 waren rund 21 Tausend Forscherinnen und Forscher aus Entwicklungs- und Schwellenländern Teil des wissenschaftlichen Personals an deutschen Hochschulen. Damit machten diese einen Anteil von 5,1 % am gesamten wissenschaftlichen Personal an deutschen Hochschulen aus. Der Anteil von Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern ist damit deutlich geringer als der Anteil unter den Studierenden. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Anzahl um 9,3 % gestiegen, seit 2005 hat sie sich mehr als verdreifacht. 681 Forschende kamen im Jahr 2019 aus LDCs (0,2 % des gesamten wissenschaftlichen Personals). Im Vorjahr waren es 687 Forschende. Die Anzahl hat sich somit geringfügig verringert.

Das angestrebte Ziel, die Summe der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern um 10 % gegenüber dem Jahr 2015 (215 Tausend) zu steigern, wurde bereits im Jahr 2017 erreicht.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

17.2 Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungsländern sowie LDCs pro Jahr

Ziel

Steigerung der Anzahl um 10 % von 2015 bis 2020, anschließend Verstetigung

Jahr

2016

2017

2018

2019

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

 Statistisches Bundesamt (Destatis)

Organisation

Statistisches Bundesamt (Destatis)