Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Wissenstransfer insbesondere im technischen Bereich - Wissen international vermitteln

Indikator 17.2: Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwick­lungs­ländern sowie LDCs pro Jahr

Zum Indikator 17.2 in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung des Berichtsjahres 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator erfasst die Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern pro Jahr bzw. Semester. Hierbei wird die Anzahl der Studierenden und Forschenden aus den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries, LDCs) gesondert ausgewiesen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Wissen ist nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch im globalen Maßstab ein zentraler Treiber nachhaltiger Entwicklung. Die Stärkung des internationalen Wissensaustauschs durch Deutschland ist hierfür eine wichtige Maßnahme. Ziel der Bundesregierung ist es deshalb, die Summe der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern von 2015 bis 2020 um 10 % zu steigern und die Anzahl anschließend zu verstetigen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Datengrundlage des Indikators ist sowohl die Studierendenstatistik als auch die Statistik des Hochschulpersonals des Statistischen Bundesamtes. Beides sind Vollerhebungen auf der Basis der Verwaltungsdaten der Hochschulen. Der Indikator umfasst die Studierenden im Wintersemester des jeweiligen Jahres. Die Forschenden werden hingegen zum Stichtag 1. Dezember erhoben. Unter Forschenden wird hierbei das haupt- und nebenberufliche wissenschaftliche Personal an deutschen Hochschulen (ohne studentische Hilfskräfte) verstanden. Promotionsstudierende, die als Studierende an einer Hochschule immatrikuliert sind und zugleich als wissenschaftliches Personal arbeiten, können zu Doppelzählungen im Indikator führen.

Die Gesamtzahl aller Studierenden und Forschenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern an deutschen Hochschulen im Jahr 2017 betrug 247 433. Mit 92,9 % machten dabei die Studierenden den weitaus größeren Anteil am Wert des Indikators aus.

Im Wintersemester 2017/18 waren 229 881 Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Das entspricht 8,1 % aller Immatrikulierten. Die Anzahl der Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern ist seit 2005 (126 672 Studierende) stetig gestiegen – nur im Jahr 2007 gab es einen Rückgang. Der Anstieg im Wintersemester 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr (214 813 Studierende im Wintersemester 2016/17) lag bei 7,0 %. Im Wintersemester 2017/18 kamen 10 574 Studierende aus LDCs und somit 4,5 % mehr als im Vorjahr.

Von den 229 881 Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die im Wintersemester 2017/18 an deutschen Hochschulen immatrikuliert waren, kamen 39 338 aus der Türkei, 39 541 aus China sowie 17 570 Studierende aus Indien. Insgesamt waren 43,2 % davon Studentinnen. Während aus den europäischen Entwicklungs- und Schwellenländern mit 53,5 % etwa gleich viele Frauen und Männer in Deutschland studieren, kommen aus Ozeanien etwas mehr als ein Drittel Studentinnen (33,3 %). Unter den Studierenden aus LDCs betrug der Frauenanteil ein Viertel (25,5 %).

Im Jahr 2017 waren 17 552 Forscherinnen und Forscher aus Entwicklungs- und Schwellenländern Teil des wissenschaftlichen Personals an deutschen Hochschulen. Damit machten diese einen Anteil von 4,4 % am gesamten wissenschaftlichen Personal an deutschen Hochschulen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Anzahl um 10,6 % gestiegen, seit 2005 hat sie sich mehr als verdoppelt. 649 Forschende kamen im Jahr 2017 aus LDCs (0,2 % des gesamten wissenschaftlichen Personals). Im Vorjahr waren es 558 Forschende. Dies entspricht einem Zuwachs von 16,3 %.

Insgesamt steigt die Anzahl der aus Entwicklungs- und Schwellenländern stammenden Studierenden und Forschenden seit dem Jahr 2007 kontinuierlich an. Bei Fortsetzung dieser bisherigen Entwicklung könnte das Ziel für das Jahr 2020 erreicht werden.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

17.2 - Anzahl der Studierenden und Forschenden aus Entwicklungsländern sowie LDCs pro Jahr

Ziel

Steigerung der Anzahl um 10 % von 2015 bis 2020, anschließend Verstetigung

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

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