Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Frieden und Sicherheit - Praktische Maßnahmen zur Bekämpfung der Proliferation, insbesondere von Kleinwaffen, ergreifen

Indikator 16.2: Anzahl der in betroffenen Weltregionen durchgeführten Projekte zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen und leichten Waffen durch Deutschland

Zum Indikator 16.2 in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-16.4.2
(Bewertung des Berichtsjahres 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

Wählen Sie hier aus, was in der Grafik bzw. Tabelle angezeigt werden soll.

Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator zeigt die Anzahl der in Afrika, Osteuropa, Lateinamerika und Asien mit deutscher finanzieller Unterstützung durchgeführten Projekte zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen und leichten Waffen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden – dies betont die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in ihrer Präambel. Mit den vom Indikator erfassten Maßnahmen leistet Deutschland in einem konkreten Teilbereich einen Beitrag zur Friedenssicherung. Ziel ist, dass jährlich mindestens 15 Projekte zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen und leichten Waffen durch Deutschland durchgeführt werden.

Letzte Änderung des Codes (Daten) 2020-01-22: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen
Letzte Änderung des Codes (Texte) 2020-04-07: see changes on GitHub in neuem Fenster öffnen

Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Nach Aussage des Auswärtigen Amtes stieg die Anzahl der pro Jahr durchgeführten Projekte von 8 im Jahr 2006 auf 26 im Jahr 2016. Das Ziel, dass sich Deutschland jährlich in mindestens 15 Projekten engagiert, wäre nach diesen Angaben bereits im Jahr 2012 erstmals erfüllt worden. Mit Ausnahme des Jahres 2013 sei der Wert auch in den Folgejahren erreicht oder sogar überschritten worden. Dabei lagen die regionalen Schwerpunkte des deutschen Engagements laut Angaben des Auswärtigen Amtes in Ost- und Westafrika, dem westlichen Balkan und der Ukraine. Weitere Projekte würden in Lateinamerika und der Karibik unterstützt. Mehrfachzählungen von Projekten mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr sind hierbei möglich.

Die Finanzierung der gemeldeten Projekte erfolgt nicht ausschließlich durch das Auswärtige Amt, sondern teilweise mit Drittmitteln. Damit berücksichtigt der Indikator auch diejenigen Projekte, die nur teilweise staatlich finanziert sind. Allerdings sagt die Anzahl der durchgeführten Projekte nichts über deren Umfang oder Erfolg aus. Zudem sind klar formulierte und kommunizierte Kriterien, um ein Projekt eindeutig der Zielsetzung des Indikators zuzuordnen, relevant. In den Jahresabrüstungsberichten werden Projekte mit Zielsetzung zur Bekämpfung von Kleinwaffen und deren Finanzierung aufgelistet. Ihre Anzahl weicht von den zum Indikator gemeldeten Zahlen ab. Ein Grund hierfür kann die Schwerpunktsetzung der Projekte sein, die für die jeweilige Zurechnung ausschlaggebend ist. Damit berücksichtigt der Indikator mehr als nur den Umfang der staatlichen Beteiligung an diesen Projekten.

Nach den statistischen Melderichtlinien des Ausschusses für Entwicklungshilfe veröffentlicht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ebenfalls ausführliche Zahlen zu Projekten zur „Wiedereingliederung; Bekämpfung von Handfeuerwaffen und leichten Waffen“ (Förderbereichsschlüssel 15240). Auch hierbei gibt es gewisse Unschärfen dadurch, dass Teile eines Projekts die Bekämpfung von Handfeuerwaffen und leichten Waffen zum Ziel haben, aber aufgrund der Schwerpunktsetzung des Gesamtprojekts nicht angerechnet werden.

Würde dem Indikator die Anzahl der Projekte nach dem genannten OECD-Förderbereichsschlüssel zugrunde gelegt, so wäre das gesetzte Ziel von jährlich mindestens 15 Projekten lediglich in den Jahren 2006 und 2016 erreicht worden. In den Jahren dazwischen lägen die Werte unter dem Zielwert. Die Projekte umfassen jedoch auch Maßnahmen zur Wiedereingliederung, beispielsweise von demobilisierten Soldaten in die Wirtschaft. Ohne diese Wiedereingliederungsmaßnahmen fiele die Anzahl der Projekte, die ausschließlich oder überwiegend der Bekämpfung von Handfeuerwaffen und leichten Waffen dienen, geringer aus.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

16.2 - Anzahl der in betroffenen Weltregionen durchgeführten Projekte zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen und leichten Waffen durch Deutschland

Ziel

Mindestens 15 Projekte in den betroffenen Weltregionen zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen und leichten Waffen jährlich durch Deutschland bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Logo Auswärtiges Amt

Organisation

Auswärtiges Amt