Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Meere schützen - Meere und Meeresressourcen schützen und nachhaltig nutzen

Indikator 14.1.a: Stickstoffeintrag über die Zuflüsse in Nord- und Ostsee

Zum Indikator 14.1.a in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-14.1.1

aa) Ostsee Wolke

(Bewertung des Berichtsjahres 2016 aus dem Indikatorenbericht 2018)

ab) Nordsee Wolke

(Bewertung des Berichtsjahres 2016 aus dem Indikatorenbericht 2018)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die Indikatoren zeigen den gleitenden, abflussgewichteten Fünfjahresdurchschnitt der Stick­stoff­kon­zen­tra­tionen in Milligramm (mg) Stickstoff pro Liter (l) Wasserabfluss von Flüssen in die Nord- und Ostsee.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Hohe Konzentrationen von Stickstoff in den Meeren können zu Eutrophierungseffekten wie Sauerstoffmangel, zum Verlust an Biodiversität und zur Zerstörung von Fisch-Aufzugsgebieten führen. Daher soll der Eintrag von Stickstoff unter 2,8 mg Stickstoff pro l Abfluss für die in die Nordsee einmündenden Flüsse und unter 2,6 mg Stickstoff pro l für die in die Ostsee einmündenden Flüsse liegen. Dies entspricht den im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie vereinbarten Bewirtschaftungszielen der im Jahr 2016 novellierten Ober­flächen­ge­wässer­ver­ord­nung, den Zielen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und des Ostseeaktionsplans.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Berechnungsgrundlage für die Indikatoren bilden Messdaten zu Stickstoffkonzentrationen und Wasserabfluss kleiner und großer Nord- und Ostseezuflüsse, die das Umweltbundesamt nach Angaben der Länder und Flussgebietsgemeinschaften zusammenstellt. Dabei werden auch kleinere Flüsse berücksichtigt, die nicht direkt in die Nord- bzw. Ostsee, sondern in einen größeren Fluss münden. Hier sind die Messstellen so gewählt, dass jeweils die Daten der letzten Messstellen vor dem Zusammenfließen beider Flüsse berücksichtigt werden. Berücksichtigt wird darüber hinaus auch der Rhein, der nicht in Deutschland mündet. Hier werden die Werte an dem Punkt gemessen, wo der Rhein Deutschland verlässt (Messstelle bei Kleve, Ortsteil Bimmen). Die Stickstoffkonzentrationen der einzelnen Flüsse werden abflussgewichtet gemittelt, sodass große Flüsse mit großen Wasserabflussmengen den Durchschnitt stärker beeinflussen als kleine Flüsse. Ein weiterer Stoff, der über Flüsse in Nord- und Ostsee eingebracht wird und dort zur Eutrophierung führt, ist Phosphor. Dieser wird in Indikator 6.1.a „Phosphor in Fließgewässern“ detailliert betrachtet.

Damit einzelne Extremereignisse wie Hochwasser oder Dürre, die punktuell zu sehr hohen oder sehr niedrigen Stickstoffeinträgen führen, die Darstellung der Entwicklung nicht verzerren, werden die Werte als gleitender Fünfjahresdurchschnitt betrachtet.

Die abflussgewichtete Stickstoffkonzentration über alle Nord- und Ostseezuflüsse zeigte seit Beginn der Zeitreihe einen abnehmenden Trend, wobei der Rückgang der Konzentrationen in der Nordsee ausgeprägter war als in der Ostsee. Im Mittel 2012-2016 erreichten die Nord- und Ostseezuflüsse eine Konzentration von 2,9 bzw. 3,0 mg/l. Zum Erreichen eines guten Zustands gemäß der Oberflächengewässerverordnung wäre es aber erforderlich, dass jeder einzelne Fluss den Bewirtschaftungszielwert einhält.

Von den großen Ostseezuflüssen Peene, Trave und Warnow erreichte nur die Warnow (bei Rostock) 2012-2016 bereits den Bewirtschaftungszielwert. Die Peene (bei Anklam) lag mit 2,9 mg/l und die Trave (bei Lübeck-Moisling) mit 3,7 mg/l noch darüber. Für alle drei Flüsse zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Fünfjahresdurchschnitte der Konzentrationen. Für die Trave fiel dieser Rückgang am stärksten aus. Bei den kleinen Ostseezuflüssen liegen die Stickstoffkonzentrationen teilweise noch um ein Vielfaches über dem Bewirtschaftungszielwert mit bis zu 6,0 mg/l.

Bei den Nordseezuflüssen erreichte 2012-2016 nur der Rhein den Bewirtschaftungszielwert. Von den anderen großen Flüssen Elbe, Ems, Weser und Eider wies die Ems (bei Herbrum) mit 4,7 mg/l die höchste sowie die Elbe (bei Seemannshöft) und die Eider (bei Friedrichstadt) mit 3,1 mg/l die niedrigsten Konzentrationen auf. Für alle großen Nordseezuflüsse waren die Fünfjahresdurchschnitte der Konzentrationen rückläufig. Die Elbe zeigte den größten Rückgang. Bei den kleinen Nordseezuflüssen lag die höchste Stickstoffkonzentration 2012-2016 bei 3,6 mg/l. Insgesamt ist derzeit eine dauerhafte und flächendeckende Einhaltung der Bewirtschaftungszielwerte weder für die Ostsee noch für die Nordsee erreicht.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

14.1.aa - Stickstoffeintrag über die Zuflüsse in die Ostsee

Ziel

Jahresmittelwerte für Gesamtstickstoff sollen unter 2,6 mg/l liegen

Jahr

2013

2014

2015

2016

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

14.1.ab - Stickstoffeintrag über die Zuflüsse in die Nordsee

Ziel

Jahresmittelwerte für Gesamtstickstoff sollen unter 2,8 mg/l liegen

Jahr

2013

2014

2015

2016

Bewertung - - - -