Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Klimaschutz - Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung leisten

Indikator 13.1.b: Internationale Klima­finan­zie­rung zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel

Zum Indikator 13.1.b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-13.a.1
(Bewertung des Berichtsjahres 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator umfasst die Finanzierung von Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen zur Anpassung an den Klimawandel sowie klimarelevante Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität und zum Waldschutz/ REDD+ (Projekte zum Schutz, nachhaltiger Nutzung und Wiederaufforstung von Wald). Die Finanzierung erfolgt vorrangig in Entwicklungs- und Schwellenländern und aus deutschen Haushaltsmitteln, einschließlich der Schenkungselemente von Entwicklungskrediten, die Haushaltsmittel enthalten.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Absicht der Bundesregierung ist es, ihre internationale Klima­finan­zie­rung bis 2020 auf 4 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln und Schenkungselementen aus Entwicklungskrediten bezogen auf den Sollwert von zwei Milliarden Euro des Jahres 2014 zu verdoppeln. In den begleitenden Entscheidungen zum Klimaabkommen von Paris wurde die Zusage der Industrieländer aus 2009 bestätigt, ab 2020 gemeinsam 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in Entwick­lungs­ländern bereitzustellen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Daten des Indikators sind der Berichterstattung an die EU-Verordnung über ein System für die Überwachung von Treibhausgasemissionen entnommen. Datenquelle der jährlich erhobenen Daten ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das in diesem Kontext auch über die Klimafinanzierung anderer Bundesministerien berichtet. Dabei werden für bilaterale Klimafinanzierung im Allgemeinen die Zusagen, für multilaterale Klimafinanzierung sowie Beiträge zu Energie- und Klimafonds die tatsächlichen Auszahlungen zugrunde gelegt. Der Indikator beinhaltet auch die anteilig zuzurechnende Klimafinanzierung, die sich aus deren Beiträgen zu multilateralen Fonds bei Entwicklungsbanken ergibt. Sofern die Klimafinanzierung schwerpunktmäßig Entwicklungsländern zugutekommt, ist diese Teil der öffentlichen Entwicklungsausgaben (siehe Indikator 17.1).

In 2017 wurden aus Haushaltsmitteln von Deutschland 3,6 Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung zur Reduzierung von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel zugesagt bzw. bereitgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Klimafinanzierung 3,4 Milliarden Euro betrug, ist eine Steigerung um 8,6 % zu verzeichnen. 43 % der Klimafinanzierungsmittel flossen 2017 in die Emissionsminderung und 25 % in die Anpassung an den Klimawandel. Mit den verbleibenden 32 % wurden bereichsübergreifende Projekte finanziert. Wie in den Jahren zuvor wurden 2017 insgesamt mehr Mittel für Minderungsvorhaben aufgewendet als für Anpassungsvorhaben.

Über multilaterale Kanäle wurden 13 % (481 Millionen Euro) der Klimafinanzierung in 2017 bereitgestellt. Davon stellen 187 Millionen Euro die Deutschland anteilig zuzurechnende Klimafinanzierung dar, die sich aus Beiträgen zu multilateralen Fonds bei Entwicklungsbanken ergibt.

Die rein monetäre Betrachtung der Klimafinanzierung erlaubt keine Schlüsse auf die Wirkung der finanzierten Projekte. Basierend auf seinen Mitteln der technischen und finanziellen Zusammenarbeit nimmt das BMZ eine Wirkungseinschätzung vor, wie viele Tonnen Kohlendioxidemissionen durch Minderungsvorhaben zukünftig eingespart werden. Die Wirkungseinschätzungen der finanziellen Zusammenarbeit basieren dabei auf Ex-ante-Schätzungen der Finanzierungszusagen eines Jahres, die der technischen Zusammenarbeit werden hingegen ex post berechnet.

Mit Mitteln der finanziellen Zusammenarbeit wurden im Jahr 2017 direkte Einsparungen von 8,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten erreicht. Durch die technische Zusammenarbeit konnten zwischen 2015 und 2017 9,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente direkt vermieden werden.

Neben der öffentlichen Klimafinanzierung aus Haushaltsmitteln stellen die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft auch klimabezogene Kredite aus Marktmitteln bereit. Diese stellen die „mobilisierte öffentliche Klimafinanzierung“ dar und sind nicht im Indikator enthalten. Im Jahr 2017 umfassten die so mobilisierten Ressourcen 3,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch hier wurden mehr Mittel für Minderungsvorhaben (83 %) als für Anpassungsvorhaben (9 %) aufgewendet.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

13.1.b - Internationale Klimafinanzierung zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel

Ziel

Verdopplung der Finanzierung bis 2020 gegenüber 2014

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Logo Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Organisation

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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Datenquelle
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