Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Klimaschutz – Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung leisten

Indikator 13.1.b: Internationale Klimafinanzierung zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel

(Bewertung des Bezugsjahres 2019 aus dem Indikatorenbericht 2021)

Auswahl

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Der Indikator umfasst die Finanzierung von Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen, zur Anpassung an den Klimawandel sowie klimarelevante Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität und zum Waldschutz (Projekte zum Schutz, nachhaltiger Nutzung und Wiederaufforstung von Wald im Rahmen des REDD+ Regelwerks). Die Maßnahmen erfolgen vorrangig in Entwicklungs- und Schwellenländern und werden aus deutschen Haushaltsmitteln (einschließlich der Schenkungsäquivalente von Entwicklungskrediten) finanziert.

Ziel und Intention
(Text aus dem Indikatoren­bericht 2021)

Absicht der Bundesregierung ist es, ihre internationale Klimafinanzierung bis 2020 auf vier Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln und Schenkungsäquivalente aus Entwicklungskrediten zu erhöhen und somit den Sollwert von zwei Milliarden Euro des Jahres 2014 zu verdoppeln. In den Entscheidungen, welche das Klimaabkommen von Paris begleiteten, wurde die Zusage der Industrieländer von 2009 bekräftigt, ab dem Jahr 2020 bis 2025 gemeinsam 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und durch öffentliche Mittel mobilisierten privaten Quellen für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern bereitzustellen.

Datenstand

Der Indikatorenbericht 2021 hat den Datenstand 31.12.2020. Die Daten auf der DNS-Online Plattform werden regelmäßig aktualisiert, sodass online aktuellere Daten verfügbar sein können als im Indikatorenbericht 2021 veröffentlicht.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2021

Die Daten des Indikators sind der Berichterstattung zur EU-Verordnung über ein System für die Überwachung von Treibhausgasen entnommen. Datenquelle der jährlich erhobenen Daten ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das in diesem Kontext auch über die Klimafinanzierung anderer Bundesministerien berichtet. Dabei werden für die Berechnung der Ausgaben für bilaterale Klimafinanzierung die Zusagen, für multilaterale Klimafinanzierung sowie für Beiträge zu Energie- und Klimafonds die tatsächlichen Auszahlungen zugrunde gelegt. Der Indikator beinhaltet darüber hinaus die anteilig zuzurechnende Klimafinanzierung, welche sich aus deren Beiträgen zu multilateralen Fonds bei Entwicklungsbanken ergibt. Sofern die Klimafinanzierung schwerpunktmäßig Entwicklungsländern zugutekommt, ist diese Teil der öffentlichen Entwicklungsausgaben (siehe Indikator 17.1).

Im Jahr 2019 wurden aus deutschen Haushaltsmitteln 4,34 Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung zur Reduzierung von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel zugesagt beziehungsweise bereitgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Klimafinanzierung 3,37 Milliarden Euro betrug, ist ein Anstieg um 29 % zu verzeichnen. Das Ziel für 2020 in Höhe von vier Milliarden Euro wurde somit bereits ein Jahr früher erreicht. 44 % der Klimafinanzierungsmittel flossen 2019 in die Emissionsminderung und 25 % in die Anpassung an den Klimawandel. Mit den verbleibenden 31 % wurden bereichsübergreifende Projekte finanziert. Da die bereichsübergreifenden Projekte sowohl minderungs- als auch anpassungsrelevant sind, ergibt sich in Summe, dass – wie in den Jahren zuvor – auch 2019 mehr Mittel für Minderungsvorhaben (59 %) als für Anpassungsvorhaben (41 %) aufgewendet wurden.

Über multilaterale Kanäle wurden 14 % (588 Millionen Euro) der Klimafinanzierung im Jahr 2019 bereitgestellt. Davon können Deutschland 248 Millionen Euro auf Basis der klimarelevanten Anteile der deutschen Beiträge zu den multilateralen Entwicklungsbanken, der Globalen Umweltfazilität und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung zugerechnet werden. Die verbleibenden 340 Millionen Euro stellt Deutschland über multilaterale Einrichtungen und Beiträge für internationale Klimafonds bereit.

Neben der öffentlichen Klimafinanzierung aus Haushaltsmitteln stellen die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Deutsche Entwicklungsgesellschaft ebenfalls klimabezogene Kredite aus Marktmitteln bereit. Diese stellen die „mobilisierte öffentliche Klimafinanzierung“ dar und sind nicht im Indikator enthalten. Im Jahr 2019 umfassten die so mobilisierten Ressourcen rund 2,47 Milliarden Euro im Vergleich zu 3,25 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Auch hier wurden mehr Mittel für Minderungsvorhaben (86 %) als für Anpassungsvorhaben (14 %) aufgewendet.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2021)

Indikator

13.1.b Internationale Klimafinanzierung zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Anpassung an den Klimawandel

Ziel

Verdopplung der Finanzierung bis 2020 gegenüber 2014

Jahr

2016

2017

2018

2019

Bewertung Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich Keine Bewertung möglich

 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Organisation

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)