Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Klimaschutz - Treibhausgase reduzieren

Indikator 13.1.a: Treib­haus­gas­emiss­ionen

Zum Indikator 13.1.a in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator auf Bundesebene zeigt die Emissionen folgender Treibhausgase (Stoffe oder Stoffgruppen) in CO2-Äquivalenten: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), Stickstofftrifluorid (NF3), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) sowie Schwefelhexafluorid (SF6 ).

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche steigt aufgrund der zunehmenden Konzentration von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre kontinuierlich an, mit bereits heute nachweisbaren Folgen für das Klimasystem. Ziel der Bundesregierung ist es daher, bis zum Jahr 2020 die Treib­haus­gas­emiss­ionen in Deutschland um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu senken. Weitere Ziele sind die Reduktion um mindestens 55 % bis 2030, um mindestens 70 % bis 2040 sowie um 80 bis 95 % bis 2050 – jeweils gegenüber 1990.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Um die verschiedenen Treibhausgase zu einem Index zusammenfassen zu können, werden sie jeweils in „CO2-Äquivalenten“ ausgedrückt, das heißt in die Menge CO2 umgerechnet, die eine vergleichbare Wirkung auf die globale Erwärmung hat. Durch die Kumulation können jedoch die Entwicklungen der Treibhausgase nicht im Einzelnen ermittelt werden. Die negative Entwicklung des einen Treibhausgases kann somit durch die positive Entwicklung eines anderen Treibhausgases kaschiert werden.

Die Daten werden jährlich durch das Umweltbundesamt im Rahmen der Berichterstattung unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und dem Kyoto-Protokoll zur Verfügung gestellt. Die Emissionsermittlung und -berichterstattung unterliegen einem umfassenden Qualitätsmanagement.

Die Berechnung erfolgt nach dem Verursacher- und Territorialkonzept. Für alle Treibhausgase und Luftschadstoffe wurden somit die wichtigsten Emissionsquellen innerhalb Deutschlands ermittelt. Für diese Quellen wurde untersucht, wie hoch die Emissionen unter bestimmten Voraussetzungen sind. Daraus ergibt sich ein spezifischer Emissionsfaktor, der durch Multiplikation mit den Aktivitätsdaten der Quelle die Emissionsmenge ergibt.

Zu beachten ist, dass der Indikator gemäß Kyoto-Protokoll nicht die Kohlendioxidemissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft ausweist. Auch die Seeschifffahrt und der internationale Flugverkehr werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünf Jahre, so hat sich der Indikator nicht stabil entwickelt. Im Jahr 2013 stiegen die Emissionswerte von Treibhausgasen um 1,4 % und sanken im Jahr 2014 deutlich um 3,1 %. 2015 und 2016 stiegen sie wieder geringfügig um 0,3 % (2015) und um 0,2 % (2016) an. Langfristig zeigt sich nach der Zeitnahprognose des Umweltbundesamtes im Jahr 2017 ein Rückgang um insgesamt 27,7 % gegenüber 1990. Bei Fortsetzung der Entwicklung der letzten fünf Jahre ist das Erreichen des Ziels für 2020 – eine Reduktion um 40 % gegenüber 1990 – nicht absehbar.

Den weitaus größten Anteil am gesamten Ausstoß von Treibhausgasen hatte 2017 das Kohlendioxid mit 88,1 %, im Jahr 1990 waren es 84,1 %. Methan trug zuletzt mit 6,0 %, Lachgas mit 4,2 %, die teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe mit 1,2 % und Schwefelhexafluorid mit 0,4 % zu den Treibhausgasen bei (die letzten beiden Werte für 2016). Der mit Abstand größte Teil der CO2-Emissionen entsteht bei der Gewinnung von Strom und Wärme. Methan und Lachgas entweichen hauptsächlich in der landwirtschaftlichen Produktion.

Der Indikator weist unter anderem Querbezüge zu den Indikatoren 3.2, 7.2. und 11.2 auf.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

13.1.a - Treibhausgasemissionen

Ziel

Reduzierung um mindestens 40 % bis 2020, um mindestens 55 % bis 2030, um mindestens 70 % bis 2040 und um 80 bis 95 % bis 2050 jeweils gegenüber 1990

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

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Organisation

Umweltbundesamt (UBA)

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Datenquelle
Emission der von der UN-Klimarahmenkonvention abgedeckten Treibhausgase in neuem Fenster öffnen

Datenquelle 2

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AK UGRdL

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Datenquelle
Umweltökonomische Gesamtrechnung der Länder in neuem Fenster öffnen