Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Nachhaltige Produktion - Anteil nachhaltiger Produktion stetig erhöhen

Indikator 12.2: Um­welt­manage­ment EMAS

Zum Indikator 12.2 in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG-12.6.1
(Bewertung der Entwicklung Deutschlands im Berichtsjahr 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator zeigt die Anzahl der in Deutschland für das Um­welt­manage­mentsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) registrierten Organisationsstandorte in Deutschland.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Klimawandel, Energiewende und Ressourcenknappheit stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen mit der Folge, dass sie ihre betriebswirtschaftlichen Abläufe, Strukturen und Produkte entsprechend umwelt- und ressourcenschonend gestalten müssen. Das Um­welt­manage­mentsystem EMAS bietet ein Konzept für einen systematischen betrieblichen Umweltschutz und ist mit dem Anspruch verbunden, die Umweltleistung des Organisationsstandortes stetig zu verbessern. Deshalb lautet das Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 5 000 Organisationsstandorte für das Um­welt­manage­ment EMAS auszuweisen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Mit EMAS ist eine Umweltberichtspflicht (sogenannte Umwelterklärung) verbunden, die die wesentlichen Umweltauswirkungen des betreffenden Unternehmens beinhaltet und verpflichtende Datenbereitstellung in den Themenfeldern Energie und Materialeffizienz, Emissionen, Wasser, Abfall und Flächenverbrauch/biologische Vielfalt fordert. Die internen Dokumente sowie die Umwelterklärung werden von unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachterinnen und -gutachtern geprüft.

Organisationen, die die Überprüfung erfolgreich bestehen und bei denen keine Umweltrechtsverstöße und Beschwerden vorliegen, werden in das EMAS-Register eingetragen. Die Gesamtprüfung ist regelmäßig (spätestens alle drei Jahre mit einer Verlängerungsoption für kleine und mittlere Unternehmen auf vier Jahre) zu wiederholen. Für die Qualitätssicherung ist der Umweltgutachterausschuss zuständig. Die Umwelterklärung muss von den Organisationen jährlich – seit 2010 von kleinen und mittleren Unternehmen auf Antrag zweijährlich – aktualisiert werden. EMAS-Organisationen und -Standorte werden durch die zuständige Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer registriert und in einer öffentlich zugänglichen Datenbank beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag gespeichert. Daten mit einheitlicher Erhebungsmethodik liegen ab dem Jahr 2005 vor.

Methodisch ist zu beachten, dass im EMAS-Register die Anzahl der Registrierungen abgebildet wird. Teilnehmenden Organisationen steht es frei, unter einer Organisationsregistrierung mehrere Standorte aufzunehmen (Sammelregistrierung) oder Standorte einzeln registrieren zu lassen. Einige Unternehmen haben teilweise auch ihre ausländischen Standorte in Deutschland registrieren lassen. Sie befinden sich ebenfalls im EMAS-Register, sind jedoch bei der hier ausgewiesenen Anzahl der EMAS-Standorte nicht enthalten. Statistische Daten liegen sowohl zur Anzahl der registrierten Organisationen als auch zur Anzahl der Standorte vor, unabhängig davon, ob sie Bestandteil einer Organisationsregistrierung (Sammelregistrierung) oder als selbstständige Standorte registriert sind.

Im Jahr 2017 waren in Deutschland 2 176 EMAS-Standorte registriert. Dies entspricht einer Erhöhung um 11,1 % gegenüber 2005. Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünf Jahre, so hat sich der Indikator im Durchschnitt leicht in Richtung des Ziels entwickelt. Bei gleichbleibender Entwicklung würde das Ziel für 2030 aber verfehlt werden.

Die 2 176 im Jahr 2017 registrieren EMAS-Standorte in Deutschland gehörten insgesamt 1 240 Organisationen an, welche auf das Bundesgebiet sehr unterschiedlich verteilt waren. Die meisten waren in Baden-Württemberg (396) und Bayern (288) angesiedelt, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (115). In Mecklenburg-Vorpommern gab es dagegen nur fünf Organisationen. Nach Wirtschaftszweigen verteilt waren im Jahr 2017 37,6 % der Organisationen dem Verarbeitenden Gewerbe, 9,8 % der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen, 9,5 % dem Gastgewerbe und 7,6 % dem Bereich Erziehung und Unterricht zugeordnet.

Die Anzahl der Beschäftigten in den registrierten Organisationen betrug im Jahr 2017 insgesamt 985 195 Personen. Dies entsprach einer Erhöhung von 2,5 % gegenüber 2005.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

12.2 - Umweltmanagement EMAS

Ziel

5 000 Organisationsstandorte bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

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Organisation

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