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Indikator 11.2.b: End­energie­ver­brauch im Per­sonen­ver­kehr

Zum Indikator 11.2.b in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung des Berichtsjahres 2016 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der End­energie­ver­brauch im Per­sonen­ver­kehr stellt den Energie­ver­brauch durch die Beförderung von Personen mit der Bahn, im Luft- und Straßenverkehr (öffentlicher und Individualverkehr) im Inland dar.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Verkehr bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. So beeinträchtigen etwa Lärm und Luftschadstoffe die Lebensqualität insbesondere in Städten und verkehrsbedingte Emissionen tragen zum Klimawandel bei. Der Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen steht im Zusammenhang mit der im Verkehr verbrauchten Energie. Daher soll der End­energie­ver­brauch im Per­sonen­ver­kehr bis zum Jahr 2030 um 15 bis 20 % sinken.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Die Daten zum Endenergieverbrauch im Inland werden der Transport Emission Model (TREMOD)- Datenbank des Instituts für Energie- und Umweltforschung entnommen. TREMOD ist ein Modell zur Bewertung von Verkehrsemissionen. Die Daten enthalten die Kraftstoffverbräuche im Zusammenhang mit dem Personenverkehr innerhalb Deutschlands – unabhängig vom Ort der Betankung – nach dem Verbrauchskonzept. Endenergie bezeichnet dabei den direkt im Verkehr genutzten Teil der Energie, lässt also die Umwandlungsverluste während der Herstellung der Kraftstoffe sowie eventuelle Leitungsverluste unberücksichtigt.

Die Personenbeförderungsleistung gibt die Anzahl der zurückgelegten Personenkilometer an. Sie wird zur Berechnung des spezifischen Energieverbrauchs in diesem Sektor verwendet und vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur berechnet. Im Luftverkehr werden nur die Inlandsflüge (nationaler Luftverkehr) berücksichtigt. Internationale Flüge vom und in das Bundesgebiet bleiben unberücksichtigt. Auch die Personenbeförderung in der Schifffahrt wird nicht einbezogen.

Knapp 30 % des gesamten Endenergieverbrauchs sind dem Verkehr zuzurechnen. Einsparungen beim Endenergieverbrauch im Personenverkehr wirken sich daher merklich auf den gesamten Energieverbrauch in Deutschland aus. Die Anzahl der Personenkilometer gibt Aufschluss darüber, inwieweit sich die Beförderungsintensität (Strecke je Fahr- bzw. Fluggastzahlen) ändert. Ergänzend wird neben dem Endenergieverbrauch auch die Energieeffizienz im Personenverkehr, gemessen als Energieverbrauch je Personenkilometer, betrachtet.

Im Zeitraum 2005 bis 2016 verringerte sich der Endenergieverbrauch in der Personenbeförderung insgesamt um 1,1 %. Wird der Verlauf seit 2008 analysiert, stieg der Indikatorwert um 1,7 % an. Der Endenergieverbrauch im Personenverkehr entwickelt sich damit aktuell gegenläufig zum Ziel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Obwohl sich die Anzahl der zurückgelegten Personenkilometer zwischen 2005 und 2016 um 10,5 % erhöht hat, sank der Energieverbrauch im gleichen Zeitraum, bezogen auf alle Verkehrsträger, um 10,5 % auf 1,43 Megajoule pro Personenkilometer. Somit wurde die Effizienz im Personenverkehr merklich gesteigert. Ein besonders großer Anteil der Effizienzsteigerung ist den Eisenbahnen zuzurechnen. Hier stieg die Beförderungsleistung um 24,7 %, während der Endenergieverbrauch um 11,2 % gesenkt werden konnte. Dies entspricht einer Effizienzsteigerung um 28,8 %. Auch im Luftverkehr konnte eine deutliche Effizienzsteigerung um 13,9 % gegenüber dem Jahr 2005 erzielt werden. Eine leichte Effizienzsteigerung konnte zuletzt im motorisierten Individualverkehr aufgrund der gestiegenen Transportleistung erreicht werden, auch wenn der Energieverbrauch hier konstant blieb.

Der motorisierte Individualverkehr mit Pkw und Zweirädern hatte im Jahr 2015 einen Anteil von 83,7 % an der gesamten Personenbeförderungsleistung. In 2016 lag dieser bei 83,6 %. Er lässt sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Der Freizeitverkehr hatte im Jahr 2015 (aktuellere Daten lagen noch nicht vor) mit 35,4 % den größten Anteil, dicht gefolgt vom Berufsverkehr (Pendler- und Geschäftsfahrten) mit 34,5 %. Der Einkaufsverkehr hatte einen Anteil von 17,5 %. Die verschiedenen Fahrtzwecke haben sich seit 2005 unterschiedlich entwickelt. Insbesondere die beruflich bedingten Fahrten haben deutlich zugenommen (+ 15,6 %), während die Urlaubsfahrten abgenommen haben (– 1,6 %).

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Indikator

11.2.b - Endenergieverbrauch im Personenverkehr

Ziel

Senkung um 15 bis 20 % bis 2030

Jahr

2013

2014

2015

2016

Bewertung - - - -

Datenquelle 1

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Organisation

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Datenquelle 2

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Institut für Energie- und Umweltforschung (IfEU)

Datenquelle 3

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Statistisches Bundesamt (Destatis)