Nachhaltige Entwicklung in Deutschland -

Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Deutschland verbessern

Indikator 10.1: Ausländische Schul­absol­ven­tinnen und Schul­absol­venten

Zum Indikator 10.1 in der Dialogfassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

(Bewertung des Berichtsjahres 2017 aus dem Indikatorenbericht 2018)

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Diese Übersicht beinhaltet zusätzliche Informationen zu den oben dargestellten Indikatoren, wie eine kurze Definition des Indikators und eine Beschreibung des politisch festgelegten Zielwertes sowie die politische Intention für die Auswahl des Indikators.

Definition (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Der Indikator zeigt den Anteil ausländischer Schul­absol­ven­tinnen und -absolventen in Prozent aller ausländischen Schul­abgäng­erinnen und -abgänger eines Jahrgangs. Als Absolventinnen und Absolventen gelten hierbei Personen, die die allgemeinbildenden Schulen mit mindestens einem Hauptschulabschluss verlassen.

Ziel und Intention (Text aus dem Indikatoren­bericht 2018)

Die Integration der in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer ist eine wichtige Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Grundbedingung für eine erfolgreiche Integration ist eine ausreichende schulische Qualifizierung, die berufliche Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten eröffnet. Ziel der Bundesregierung ist es daher, bis zum Jahr 2030 den Anteil ausländischer Schul­absol­ven­tinnen und -absolventen, die mindestens einen Hauptschulabschluss erreichen, zu erhöhen und den Anteil an die Quote deutscher Schul­absol­ven­tinnen und -absolventen anzugleichen.

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Text aus dem Indikatorenbericht 2018

Datengrundlage des Indikators bilden die Schulstatistiken der einzelnen Bundesländer. Dabei handelt es sich in der Regel um Totalerhebungen mit Auskunftspflicht. Ihre Zusammenfassung zum Bundesergebnis erfolgt durch das Statistische Bundesamt auf Grundlage des von der Kultusministerkonferenz erstellten Definitionenkatalogs. Die Aggregation der Länderergebnisse zum Bundesergebnis wird beeinträchtigt durch die unterschiedliche Bildungspolitik der Länder, zum Beispiel bei Versetzungsregeln oder der Einrichtungen von Bildungsgängen im Bereich der beruflichen Schulen. Dies kann auch durch formale Regelungen der jeweiligen Zuordnungen nur zum Teil kompensiert werden.

Absolventinnen und Absolventen sind Schülerinnen und Schüler, die die jeweilige Schulart mit Abschluss verlassen haben. Mit einbezogen werden Schülerinnen und Schüler, die auf eine andere allgemeinbildende Schulart gewechselt haben, um einen zusätzlichen Abschluss zu erwerben. Zudem gelten als Ausländerin oder Ausländer alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG sind, das heißt die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzen. Dazu zählen auch Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen, zählen nicht zur ausländischen Bevölkerung.

Im Jahr 2017 lag der Anteil der ausländischen Schulabsolventinnen und -absolventen, die mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht haben, gemessen an allen ausländischen Schulabgängerinnen und -abgängern bei 81,9 %. Damit hat sich der Anteil gegenüber dem Vorjahreswert um 3,9 Prozentpunkte verringert. Betrachtet man die geschlechterspezifischen Anteile, so lag der Anteil der ausländischen Absolventinnen an allen ausländischen Abgängerinnen bei 86,4 %, während der Anteil der Absolventen an allen ausländischen Abgängern mit 78,1 % geringer ausfiel. Der Anteil deutscher Schulabsolventinnen und -absolventen, die mindestens einen Hauptschulabschluss erlangt haben, gemessen an allen deutschen Schulabgängerinnen und -abgängern lag zuletzt bei 94,8 % und somit stabil. Der Abstand zwischen dem Anteil ausländischer Schulabsolventinnen und -absolventen gegenüber den deutschen Schulabsolventinnen und -absolventen hat sich von 12,0 Prozentpunkten im Jahr 1996 auf 12,9 Prozentpunkte im Jahr 2017 leicht erhöht. Nachdem die Werte sich bis zum Jahr 2013 tendenziell anglichen, gehen sie seitdem wieder auseinander.

Betrachtet man zusätzlich die erreichten Abschlüsse, so lässt sich feststellen, dass knapp 28,4 % der ausländischen Schulabsolventinnen und -absolventen allgemeinbildender Schulen des Jahrgangs 2017 einen Hauptschulabschluss erwarben, 36,1 % beendeten die Schule mit einem mittleren Abschluss und 17,4 % erreichten die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Bei den deutschen Schulabsolventinnen und -absolventen erwarben 15,0 % einen Hauptschulabschluss, 43,6 % einen mittleren Abschluss und 36,3 % die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Insbesondere bei den höheren Bildungsabschlüssen sind demnach die ausländischen Jugendlichen im Vergleich zu den deutschen deutlich unterrepräsentiert.

Weitere Informationen zum Thema Schulabsolventinnen und -absolventen bietet auch der Indikator 4.1.a „Frühe Schulabgängerinnen und Schulabgänger“.

In dieser Übersichtstabelle sind die Bewertungen des Indikators für Deutschland nach Stand der vorhergehenden Jahre dargestellt. Daran lässt sich ablesen, ob das Wettersymbol für einen Indikator in den vergangenen Jahren stabil oder eher volatil war. (Bewertungen aus dem Indikatorenbericht 2018)

Zeitreihe 1

Indikator

10.1 - Ausländische Schulabsolventinnen und Schulabsolventen

Ziel

Erhöhung des Anteils der ausländischen Schulabgänger mit mindestens Hauptschulabschluss bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

Zeitreihe 2

Indikator

10.1 - Ausländische Schulabsolventinnen und Schulabsolventen

Ziel

Angleichung an die Quote deutscher Schulabgänger bis 2030

Jahr

2014

2015

2016

2017

Bewertung - - - -

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